Italien möchte täglich rund eine halbe Million Impfdosen verabreichen. Die Verzögerungen in der letzten Zeit sollen möglichst schnell aufgeholt werden.
Italiens Ministerpräsident Draghi
24.03.2021, Italien, Rom: Mario Draghi, Premierminister von Italien, spricht im Senat. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Italien hält am Ziel von einer halben Million Impfungen pro Tag fest.
  • Derzeit werden in Italien täglich rund 200'000 Impfungen verabreicht.
  • Italien möchte die Verzögerungen der letzten Monate nun ausgleichen.

Italien hält im Anti-Corona-Kampf an seinem Ziel von einer halben Million Impfungen pro Tag fest. Das sagte Regierungschef Mario Draghi am Mittwoch in Parlament in Rom. Derzeit werden in dem 60-Millionen-Einwohner-Land nach Angaben der Behörden täglich rund 200'000 Impf-Spritzen verabreicht.

Beschleunigung der Kampagne

«Wir arbeiten bereits daran, die Verzögerungen der letzten Monate auszugleichen.» Dies versicherte Draghi in einer Rede im Senat, der kleineren von zwei Parlamentskammern. Die Beschleunigung der Kampagne im März sei in den Zahlen sichtbar.

Mario Draghi
Italiens designierter Regierungschef Mario Draghi setzt seinen Mund-Nasen-Schutz auf, nachdem er zu den Journalisten nach einem Treffen mit Italiens Präsidenten Mattarella im Präsidentenpalast gesprochen hat. - sda - Keystone

Bis Mittwoch hatte Italien rund 8,3 Millionen Dosen gespritzt. Der frühere Zentralbankchef lobte, dass sein Land im EU-Vergleich bei der Immunisierung gut dastehe. Trotz der Verzögerungen etwa beim AstraZeneca-Präparat.

Probleme in der Impf-Organisation

Allerdings gestand der Premier ein, dass es Hindernisse in den Regionen gegeben habe. In den vergangenen Tagen hatten Probleme bei der Impf-Organisation etwa in der Lombardei für Schlagzeilen gesorgt.

Coronavirus Impfung
Auch Kinder ab 12 Jahren können sich in Griechenland impfen lassen. (Symbolbild) - dpa

Die Regierung in Rom und ihre Experten fordern ein stärker einheitliches Vorgehen beim Impfen. Der Plan, künftig konsequent nach Altersgruppen zu spritzen: Müsse eingehalten werden, verlangte Zivilschutz-Chef Fabrizio Curcio in der Zeitung «Corriere della Sera».

Draghi betonte im Senat, dass Ziel einer halben Million Dosen solle so bald wie möglich erreicht werden. Curcio betonte, dass dafür «die Pharmaunternehmen die Fristen bis Ende Juni einhalten müssten».

Mehr zum Thema:

Regierungschef Mario Draghi Parlament Coronavirus Senat EU Regierung Zivilschutz