DGB sieht Azubis schlecht vorbereitet auf Digitalisierung

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Deutschland,

Die Digitalisierung spielt nach Einschätzung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in der deutschen Ausbildungslandschaft noch keine ausreichend grosse Rolle.

Berufsschule
Berufsschüler bei der Arbeit am Tablet - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Ausbildungsreport zeigt vor allem Schwächen bei Berufsschulen.

Wie der DGB am Donnerstag bei der Vorstellung des Ausbildungsreports 2019 mitteilte, gaben zwar fast 80 Prozent der Befragten an, dass Digitalisierung und Automatisierung in ihrer Ausbildung wichtig seien. Allerdings fühlten sich nur gut 54 Prozent darauf vorbereitet, entsprechende Anwendungen und Medien auch zu nutzen.

«Berufsschulen und Betriebe müssen gleichermassen besser werden», erklärte der DGB. Die Mittel aus dem Digitalpakt von Bund und Ländern müssten auch an den beruflichen Schulen ankommen. Dem DGB zufolge bewerteten nur rund 35 Prozent der Auszubildenden die digitale Ausstattung ihrer Berufsschule als «gut» oder «sehr gut», knapp 33 Prozent beurteilten sie mit der Note «ausreichend» oder «mangelhaft». Elektronisches Lernen und digitale Endgeräte spielen nach Ansicht der Gewerkschafter «nur eine geringe Rolle in der Berufsausbildung».

Gerade im Handwerk seien es «vor allem die Klein- und Kleinstbetriebe, die die betriebliche Ausbildung tragen», teilte der Zentralverband des Deutschen Handwerks mit, der seine Mitgliedsbetriebe entsprechend berät. Die Digitalisierung mache die Ausbildungsinhalte für diese Betriebe «anspruchsvoller». Gleichzeitig könne Ausbildung aber nur funktionieren, «wenn auch die Azubis ihrerseits zum Gelingen beitragen».

Wie der Ausbildungsreport weiter ergab, sank auch die Zufriedenheit der Lehrlinge mit ihrer Ausbildung erneut. Sie lag zuletzt «erstmals unter 70 Prozent». Das sei zwar grundsätzlich noch immer ein guter Wert, allerdings habe die Zufriedenheit vor zehn Jahren noch bei 75,5 Prozent gelegen, gab der DGB zu bedenken.

Mehr als ein Drittel der befragten Azubis müsse zudem regelmässig Überstunden machen. Fast 13 Prozent bekommen demnach für die Überstunden weder eine Vergütung noch einen Freizeitausgleich. Das sei ein «klarer Verstoss gegen das Berufsbildungsgesetz», bemängelte der DGB.

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