Rund 2600 Afghanen sollen in Deutschland einen Aufenthaltstitel erhalten. Dadurch können sie auch ihre Familien mitbringen.
Kinder spielen in einem Lager für Binnenflüchtlinge in Kabul. Das Bundesinnenministerium hat für gut 2600 potenziell gefährdete Afghanen eine Aufenthaltszusage erteilt. Foto: Felipe Dana/AP/dpa
Kinder spielen in einem Lager für Binnenflüchtlinge in Kabul. Das Bundesinnenministerium hat für gut 2600 potenziell gefährdete Afghanen eine Aufenthaltszusage erteilt. Foto: Felipe Dana/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Deutschland will 2600 gefährdete Afghanen und deren Familien aufnehmen.
  • Dazu zählen etwa Künstler, Journalisten oder Menschenrechtler.
  • Bei den Evakuierungen wurden bereits über 3500 Afghanen nach Deutschland gebracht.

Das Bundesinnenministerium hat für gut 2600 Menschenrechtler, Künstler, Wissenschaftler, Journalisten und andere potenziell gefährdete Menschen aus Afghanistan eine Aufenthaltszusage erteilt.

Das bedeutet, dass diese Menschen sowie ihre Lebenspartner und Kinder einen Aufenthaltstitel für Deutschland erhalten, also kein Asyl beantragen müssen. Eine entsprechende Zusage sei am Dienstag für alle Menschen auf der «Menschenrechtsliste» des Auswärtigen Amtes erteilt worden. Dies sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

3849 Afghanen bereits in Deutschland

Nach der Machtübernahme der Taliban waren mit Evakuierungsflügen der Bundeswehr nach Angaben der Bundesregierung 4587 Menschen nach Deutschland gekommen. Davon sind 3849 Afghanen und 403 deutsche Staatsangehörige.

Unter den Schutzbedürftigen waren auch ehemalige Ortskräfte der Bundeswehr und anderer deutscher Institutionen. Nach dem Ende der Luftbrücke Ende August kamen noch einige Hundert Afghanen auf anderem Wege nach Deutschland.

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