Deutschland streicht Kanton Freiburg von Risikoliste

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    Keystone-SDA, Simon Binz

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    Deutschland hat seine Corona-Risikoliste angepasst und die Reisewarnung für den Kanton Freiburg aufgehoben. Nach wie vor auf der Liste stehen Genf und Waadt.

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    Ein Modell des Coronavirus. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Deutschland hat am Mittwochabend seine Risikoliste aktualisiert.
    • Der Kanton Freiburg ist darauf nun nicht mehr aufgeführt - Genf und Waadt aber schon.

    Die deutsche Regierung hat am Mittwochabend seine Risikoliste angepasst. Neu ist der Kanton Freiburg nicht mehr darauf zu finden. Dieser Kanton gilt damit aus Sicht Deutschlands nicht mehr als Risikogebiet. Nach wie vor auf der Liste stehen seit dem 9. September die Kantone Genf und Waadt.

    Neu auf der Risikoliste findet sich etwa ganz Belgien und auch Island sowie einzelne Gebiete in neun weiteren europäischen Ländern. Mit Wales und Nordirland befinden sich auch erstmals Teile Grossbritanniens auf der Risikoliste.

    In Frankreich kamen die Regionen Pays de la Loire und Burgund (Bourgogne) hinzu. Damit ist im grössten Nachbarland Deutschlands nur noch die einst besonders stark von der Pandemie betroffene Grenzregion Grand Est von der Einstufung als Risikogebiet ausgenommen.

    In Belgien wurde zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Risikogebiet geführt. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft nun auch Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

    Sophie Wilmès
    Belgiens Regierungschefin Sophie Wilmès. - BELGA/AFP

    Erstmals nahm die Bundesregierung Gebiete in den beiden baltischen Staaten Litauen und Estland auf die Risikoliste. Ausserdem kamen Regionen in Irland, Kroatien, Slowenien, Ungarn und Rumänien hinzu.

    Dass Auswärtige Amt veröffentlichte noch am Abend eine Reisewarnung für Belgien, Rumänien und Litauen im Internet. Die Einstufung als Risikogebiet und die anschliessende Reisewarnung erfolgen, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100'000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt.

    Pauschale Reisewarnung für Länder ausserhalb der EU aufgehoben

    Die deutsche Bundesregierung hat zudem in der Nacht zu Donnerstag die pauschale Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder ausserhalb der Europäischen Union aufgehoben.

    Jedes Land der Welt wird nun einzeln bewertet - so wie bisher bereits die Länder der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums. Eine Reisewarnung gilt derzeit nach geltender Einstufung noch für mehr als 130 Länder ganz oder teilweise.

    Für etwa 50 weitere Länder wird unabhängig von der Infektionslage von Reisen abgeraten. Der Grund: Dort gelten noch Einreisebeschränkungen oder eine Ausreisesperre in die EU.

    Phuket
    Von Reisen nach Thailand rät die Bundesregierung in Deutschland nach wie vor ab – unabhängig von der Infektionslage. - keystone

    Zu dieser Staatengruppe gehört beispielsweise das beliebte Winterurlaubsland Thailand, wo es kaum Corona-Infektionen gibt, aber ausländische Touristen auch nicht einreisen dürfen.

    Unter dem Strich bleiben dann nicht mehr viele Länder übrig, für die weder vor Reisen gewarnt noch von ihnen abgeraten wird - vor allem weil derzeit in Europa alle paar Tage neue Reisewarnungen hinzukommen. So waren am Mittwochabend in der EU nur noch neun der 26 Partnerländer Deutschlands ganz ohne Risikogebiet und Reisewarnung.

    Die Reisewarnung ist zwar kein Verbot, soll aber eine möglichst grosse abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute für den Urlauber: Er kann eine bereits gebuchte Reise stornieren, wenn sein Ziel zum Risikogebiet erklärt wird.

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