Deutsche Wirtschaft verliert Schwung - Einkaufsmanagerindex sinkt

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    Die Erholung der deutschen Wirtschaft von der Coronarezession hat wegen schwächelnder Dienstleister deutlicher als erwartet an Schwung verloren.

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    Die deutsche Wirtschaft steckt in der längsten Rezession seit mehr als 20 Jahren. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Erholung der deutschen Wirtschaft verliert an Schwung.
    • Dies aufgrund von schwächelnden Dienstleistungen.

    Die Erholung der deutschen Wirtschaft von der Coronarezession hat wegen schwächelnder Dienstleister deutlicher als erwartet an Schwung verloren. Der Einkaufsmanagerindex fiel im September um 0,7 auf 53,7 Punkte.

    Das teilte das Institut IHS Markit am Mittwoch zu seiner Umfrage unter Hunderten Unternehmen mit.

    Damit hielt sich das Barometer, das die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern zusammenfasst, aber den dritten Monat in Folge über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. Von Reuters befragte Ökonomen hatten allerdings mit einem deutlich besseren Wert von 54,1 Zählern gerechnet.

    «Die jüngsten Daten zeigen, dass die deutsche Wirtschaftsleistung im September weiter steigt», sagte Markit-Ökonom Phil Smith. «Sie verdeutlichen aber auch eine wachsende Abweichung in den Trends zwischen Industrie und Dienstleistern.»

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    Weil Millionen Fachkräfte fehlen, droht laut OECD bis 2060 ein Wachstumseinbruch. - dpa

    Das Barometer für den Dienstleistungssektor fiel um 3,4 auf 49,1 Zähler und signalisiert damit schrumpfende Geschäfte. Markit führt das auf die steigende Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus zurück «und der nach wie vor hohen Unsicherheit in der Wirtschaft, auch in Bezug auf die Arbeitsplatzsicherheit».

    Dagegen kletterte das Industriebarometer um 4,4 auf 56,6 Punkte - den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. «Das Verarbeitende Gewerbe erholt sich nach wie vor kräftig, was zum Teil auf die sich verbessernde Exportnachfrage zurückzuführen ist», sagte Smith. Zuwächse bei Produktion und Neuaufträgen trügen dazu bei, den Jobabbau in der Industrie zu bremsen.

    Die deutsche Wirtschaft war im zweiten Quartal mit 9,7 Prozent so stark geschrumpft wie noch nie, da die Corona-Beschränkungen zur Schliessung von Geschäften und Fabriken führte. Für das zu Ende gehende Sommerquartal rechnen Experten mit einem deutlichen Wachstum. Das Ifo-Institut etwa sagt ein Plus von 6,6 Prozent voraus.

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