Deutsche Einfuhrpreise fallen so stark wie fast noch nie

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Deutschland verzeichnet einen Rückgang der Preise von Importgütern. Es handelt sich um die stärkste Verminderung seit 1987.

Blick auf den Hauptsitz des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden. Foto: picture alliance / dpa
Blick auf den Hauptsitz des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden. Foto: picture alliance / dpa - dpa-infocom GmbH

Der Rückgang der Preise von nach Deutschland importierten Gütern hat sich im Juli weiter beschleunigt. Die Einfuhrpreise fielen zum Vorjahresmonat um 13,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Es ist der stärkste Rückgang seit Januar 1987.

Im vergangenen Jahr waren die Einfuhrpreise dagegen zeitweise um mehr als 30 Prozent gestiegen. Ausschlaggebend war der Ukraine-Krieg, der Energie und Rohstoffe stark verteuert hatte. Den jetzigen Preisrückgang erklärt das Statistikamt vor allem mit einem sogenannten Basiseffekt, weil die Preise im Vorjahr so stark gestiegen sind.

Die Einfuhrpreise beeinflussen auch die Konsumentenpreise, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Im Kampf gegen die hohe Inflation hat die EZB ihre Leitzinsen seit Sommer 2022 kräftig angehoben. Den weiteren Kurs hat die Notenbank zuletzt jedoch weitgehend offen gelassen. Ihr nächster Zinsentscheid steht Mitte September an.

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