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    Virussorgen drücken Dax auf tiefsten Stand seit Oktober

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    Deutschland,

    Die wachsende Furcht vor den Folgen des grassierenden Coronavirus für die Weltwirtschaft hat den Dax auf das tiefste Niveau seit Oktober vergangenen Jahres gedrückt.

    Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
    Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • «Die Anleger machen sich weiter Sorgen, dass aus der Coronavirus-Epidemie noch eine ausgewachsene Pandemie wird», schrieb Marktanalyst Craig Erlam vom Handelshaus Oanda.

    Der deutsche Leitindex schloss nach einem nervösen Handel 1,88 Prozent tiefer bei 12.790,49 Punkten, nachdem das Börsenbarometer am Nachmittag in den Sog fallender Kurse an der Wall Street geraten war. Der MDax der mittelgrossen Werte büsste 2,04 Prozent auf 27.315,42 Punkte ein.

    «Die Anleger machen sich weiter Sorgen, dass aus der Coronavirus-Epidemie noch eine ausgewachsene Pandemie wird», schrieb Marktanalyst Craig Erlam vom Handelshaus Oanda. Der Anstieg der Infektionen in Südkorea, dem Iran und Italien sorge für Nervosität. Zudem ist das neuartige Coronavirus nun auch auf der Urlaubsinsel Teneriffa sowie auf dem spanischen Festland und in der Schweiz angekommen.

    Am Dax-Ende ging es für die Papiere des Triebwerksbauers MTU um mehr als 4 Prozent nach unten. 29 der 30 Dax-Titel schlossen im Minus - nur der Halbleiterhersteller Infineon konnte leicht zulegen.

    Unter den Einzelwerten fielen Corestate Capital und Leoni nach Geschäftszahlen besonders auf. So waren die Papiere des Immobilienverwalters Corestate nach vielversprechendem Jahresauftakt zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Sommer 2018 gesprungen. Am Ende lagen sie mit gut 8 Prozent im Plus und waren damit der klare Favorit im Nebenwerteindex SDax.

    Die Anteile des Autozulieferers Leoni sanken am Index-Ende um mehr als 6 Prozent. Der angeschlagene Kabel- und Bordnetzspezialist war 2019 wegen der Krise der Autobranche, des Konzernumbaus und Problemen bei einem Grossauftrag tiefer in die roten Zahlen gerutscht als befürchtet. Mit einem Minus von rund 3 Prozent ebenfalls schwach tendierten im MDax die Teamviewer-Aktien. Der Softwarekonzern musste seinen vorläufigen Jahresüberschuss 2019 nach unten korrigieren.

    Bei dem in Finanznöten steckenden Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp rückt die Entscheidung über einen Verkauf der milliardenschweren Aufzugssparte näher. An diesem Donnerstag kommt der Aufsichtsrat zu seiner wahrscheinlich entscheidenden Sitzung zu dem Thema zusammen. Die Anteilsscheine schlossen mehr als 3 Prozent tiefer, nachdem sie zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit 2003 abgesackt waren.

    Auch europaweit wurden deutliche Verluste verzeichnet: Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, büsste 2,07 Prozent auf 3572,51 Punkte ein. Auch die Börsen in Paris und London gerieten stark unter Druck. In den USA stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss Prozent tiefer.

    Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,48 Prozent am Vortag auf minus 0,49 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 145,33 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,23 Prozent auf 176,00 Punkte. Der Euro legte zu und notierte zuletzt bei 1,0868 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0840 (Montag: 1,0818) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9225 (0,9244) Euro.

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