Dänemark und Grönland kontern Trumps Drohungen
Die Regierungschefs von Dänemark und Grönland haben gegen die von den USA angekündigten Zölle auf Waren aus einigen europäischen Ländern Widerstand angekündigt.

«Europa muss antworten. Dazu sind wir gezwungen», sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen im Parlament in Kopenhagen. «Niemand in Europa wünscht sich das, aber es ist das Richtige.»
US-Präsident Donald Trump will das zu Dänemark gehörende Grönland mit allen Mitteln in seinen Besitz bringen. Als Reaktion auf die Solidarität europäischer Nato-Länder mit Dänemark und Grönland hatte er angekündigt, ab dem 1. Februar Strafzölle zu verhängen, um den Widerstand gegen einen Verkauf der Arktisinsel an die USA zu brechen.
Dänemark habe nie einen Konflikt gesucht und werde nun trotzdem von seinem engsten Verbündeten bedroht, sagte Frederiksen mit Blick auf die USA. Ein Handelskrieg werde Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks kosten. «Das Schlimmste liegt vielleicht noch vor uns», so die Regierungschefin weiter. Fundamentale Werte wie Souveränität, Identität, Grenzen und Demokratie seien für Dänemark nicht verhandelbar.
Es sei unwahrscheinlich, dass die USA von militärischer Gewalt Gebrauch machen, sagte der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen kurze Zeit später bei einer Pressekonferenz. «Aber wir müssen auf alles vorbereitet sein.» Das gelte nicht nur für Grönland und die Nato-Partner, sondern auch für die Bevölkerung, sagte Nielsen. Die Situation mache allen Grönländerinnen und Grönländern zu schaffen – von Kindern bis zu älteren Menschen.






