Angst

    Corona-Angst wegen Partys auf Capri

    Keystone-SDA
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    Italien,

    Party-Alarm in Süditalien: Nach ausgelassenen Feiern von zumeist jungen Leuten auf der Urlaubsinsel Capri hat der Bürgermeister am Dienstag eine Maskenpflicht für Wochenenden erlassen. Damit will Marino Lembo auf seinem Eiland im Golf von Neapel mögliche Corona-Risiken abwenden.

    ARCHIV - Der Hafen Marina Grande am Hauptort Capri auf der italienischen Promi-Insel Capri. Foto: Andreas Heimann/dpa-tmn/dpa
    ARCHIV - Der Hafen Marina Grande am Hauptort Capri auf der italienischen Promi-Insel Capri. Foto: Andreas Heimann/dpa-tmn/dpa - sda - Keystone/dpa-tmn/Andreas Heimann

    Das Wichtigste in Kürze

    • Freitags, samstags und sonntags gilt nun ab 18 Uhr bis um 4 Uhr am nächsten Morgen die Vorschrift, auch im Freien einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen - und zwar gerade auf den mehr als 20 bei Party-Fans sehr beliebten Strassen und Plätzen.

    Capri hatte bisher kaum Corona-Fälle zu vermelden. Mit dem Beginn der Urlaubssaison möchte Lembo, wie er in Medieninterviews sagte, dass die Lage so ruhig bleibt. Nach Bildern von ausgelassenen Menschen, die ohne Corona-Schutz und ohne Abstände im Freien stehen und trinken, war er alarmiert. Der Erlass gilt, als Warnung, zunächst bis Ende Juli - Verlängerung möglich.

    Auch in mehreren Grossstädten Italiens hatten Menschen an den vergangenen Wochenenden auf Plätzen mit Wein und Bier in der Hand ausgelassen zusammengestanden. In Rom liessen die Behörden solche Hotspots räumen.

    Die Region Latium, in der Rom liegt, prüfte nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa ebenfalls, ob die Maskenpflicht ausgeweitet werden sollte. Allgemein ist in dem Land in Geschäften, Bussen, Bahnen, Museen und Theatern ein Atemschutz obligatorisch. Verstösse können mit Geldbussen geahndet werden.

    Insgesamt hat Italien die Corona-Pandemie nach Angaben von Experten aktuell gut unter Kontrolle. Die Zahlen der Neuinfektionen liegen häufig unter den Werten in Deutschland. Und Süditalien war selbst in der Hochzeit der Pandemie nie wirklich heftig betroffen. Die Zahl der Toten im Land liegt jedoch bei über 35 000 - und die Furcht vor einer zweiten Corona-Welle ist bei vielen Verantwortlichen gross.

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