Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde will Massnahmen gegen die hohe Inflation ergreifen. In der Eurozone sei sie viel zu hoch.
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Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), spricht über die Leitzinserhöhung in den USA. - Arne Dedert/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Inflation in der Eurozone ist momentan sehr hoch.
  • Laut der EZB-Präsidentin wird dies wohl auch noch einige Zeit andauern.
  • Das Ziel sei es jedoch, mittelfristig diese wieder zu senken.

Die Teuerungsrate in der Eurozone wird laut Christine Lagarde wohl noch einige Zeit sehr hoch sein. Die EZB will dagegen Massnahmen ergreifen.

«Wir dürfen und wir werden es nicht zulassen, dass sich eine hohe Inflation festsetzt. Wir sind entschlossen, die Inflation wieder auf unser mittelfristiges Ziel zu senken. Und wir sind entschlossen, die dazu erforderlichen Massnahmen zu ergreifen», sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Freitag. «Die Inflation in der Eurozone ist viel zu hoch», erklärte sie in einer Rede in Estlands Hauptstadt Tallinn.

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Christine Lagarde bei einem Auftritt in Lettland, - keystone

Im Oktober erreichte die Inflationsrate in der Eurozone einen Rekordwert von 10,7 Prozent. In manchen Mitgliedsstaaten wie etwa Estland stieg sie in den vergangenen Monaten sogar auf über 20 Prozent. Die EZB strebt für den gemeinsamen Währungsraum mittelfristig Preisstabilität bei zwei Prozent Inflation an. Um die Teuerung einzudämmen, hatte die EZB in der vergangenen Woche zum dritten Mal in Folge eine kräftige Zinsanhebung beschlossen

Christine Lagarde: «Mehrere Seiten befeuern Teuerungsrate»

Die Wirtschaft der Eurozone steht nach Angaben von Lagarde derzeit einem «äusserst herausfordernden Umfeld» gegenüber. Die Teuerungsrate werde von mehreren Seiten befeuert.

Die Kombination von Schocks, denen sie gegenüberstünden, bedeute, dass die Inflation wahrscheinlich noch einige Zeit über ihrem Ziel bleiben werde. Das sagte die EZB-Präsidentin. «Wir sind bereit, alle unsere Instrumente innerhalb unseres Mandats anzupassen.»

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