Die EU-Staaten sind sich einig: 43 Milliarden Euro sollen mobilisiert werden, um weniger abhängig von Chip-Importen aus Asien zu werden.
Winzige Mikrochips in einem Labor für Elektrotechnik/Informationstechnik (Symbolbild).
Winzige Mikrochips in einem Labor für Elektrotechnik/Informationstechnik (Symbolbild). - Jan-Peter Kasper/dpa-Zentralbild/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die EU-Länder sind sich bezüglich Milliardenhilfen für die Chip-Produktion einig.
  • Somit will man unabhängiger von Importen werden, vor allem aus Asien.
  • Auch Staaten sie die USA oder China investieren viel in diesen Industriezweig.

Die EU-Staaten haben sich auf ihre Linie zu einem geplanten Milliardenprogramm zur Förderung der EU-Mikrochipproduktion geeinigt. Das Vorhaben soll 43 Milliarden Euro aus öffentlichen und privaten Quellen mobilisieren, um die EU weniger abhängig von Importen vor allem aus Asien zu machen.

«Wir schliessen uns jetzt in Europa zusammen, um die Produktionsbedingungen zu verbessern», sagte Sven Giegold (Grüne), Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, am Donnerstagabend. «Das ist gut für Deutschland. Das ist gut für den Industriestandort Europa.»

Auch andere investieren viel

Die ursprünglichen Pläne hatte die EU-Kommission bereits im Februar vorgestellt. Das Ziel ist ambitioniert: Der EU-Anteil auf dem Weltmarkt für Chips soll bis 2030 von knapp 10 auf 20 Prozent wachsen. Dafür müsste sich die Produktion vervierfachen, da erwartet wird, dass sich der Markt bis zum Ende des Jahrzehnts verdoppelt.

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Eine Chip-Fabrik in China. - AFP

Der sogenannte Chips Act soll verhindern, dass Europa von anderen Regionen wie Asien oder Amerika weiter abgehängt wird. Auch Staaten wie die USA oder China investieren viel Geld in diesen Industriezweig.

Das Europaparlament muss seine Position zum Chips Act noch beschliessen. Danach können die EU-Staaten und das Parlament Verhandlungen über die finale Version des Vorhabens aufnehmen.

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