China wehrt sich im UN-Menschenrechtsrat wütend gegen Kritik

    Keystone-SDA
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    Genève,

    China hat sich im UN-Menschenrechtsrat vehement und ungewöhnlich undiplomatisch gegen Kritik namentlich aus den USA und von Menschenrechtsorganisationen verwahrt. Der Vertreter Chinas bezeichnete am Montag Kritiker als Terroristen und warf den USA Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor, wie aus der englischen Übersetzung seines Redebeitrags hervorging, den die chinesische Botschaft in Genf verbreitete.

    Uno Sicherheitsrat
    Eine Tagung des UN-Sicherheitsrat. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die USA und Vertreter anderer Länder hatten China zuvor unter anderem Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in der Region Xinjiang vorgeworfen und Peking wegen der Unterdrückung der anti-chinesischen Proteste in Hongkong kritisiert.

    Der chinesische Diplomat konterte, die Menschen in Xinjiang und in Hongkong genössen im Gegenteil ein sicheres und gutes Leben in Würde. Pakistan hatte im Namen von 65 Ländern Partei für China ergriffen und die Situation in Xinjiang und Hongkong als interne Angelegenheit bezeichnet.

    Die US-Kritik sei «verabscheuungswürdig», sagte der chinesische Vertreter. Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, die im Menschenrechtsrat auftraten, bezeichnete er als «gewalttätige Terroristen und Separatisten». «Die Verbrechen des Völkermords und gegen die Menschlichkeit, die die USA begangen haben, sind zu umfangreich, um sie hier aufzulisten», so der Chinese unter Verweis auf den Umgang mit den Ureinwohnern auf dem amerikanischen Kontinent in den vergangenen Jahrhunderten. Auf das US-Konto gingen ihm zufolge auch mindestens 100 000 Todesopfer in Afghanistan. «Erstaunlich, dass die USA die Dreistigkeit haben, über Menschenrechte zu reden», sagte er.

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