Kommt es zu einem Gas-Boykott, sieht die BASF die Grundversorgung in Gefahr. Denn der Chemiekonzern müsste die Produktion von alltäglichen Gütern einstellen.
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Blick auf das BASF-Werksgelände in Ludwigshafen. Foto: Uwe Anspach/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die BASF warnt, dass ein Gas-Boykott die Grundversorgung gefährden könnte.
  • Der Chemiekonzern braucht Erdgas für die Stromproduktion.
  • Das Gas wird auch für die Ammoniak- und Dünger-Herstellung verwendet.

Er wird im Ukraine-Krieg diskutiert: der Boykott von Erdgas und Öl aus Russland. Doch dieser hätte enorme Auswirkungen auf alle – nicht nur durch tiefere Temperaturen in den Wohnungen.

Denn auch die Chemie-Industrie ist auf Erdgas angewiesen. Damit wird Ammoniak hergestellt, der Ausgangsstoff für viele medizinische Produkte und Dünger ist, und Strom produziert. «Wird die Erdgasversorgung auf unter die Hälfte reduziert, würde dies zur vollständigen Einstellung der Betriebstätigkeit führen.» So warnt eine Sprecherin von BASF gegenüber ARD.

BASF: Produktionsstopp hat erhebliche Auswirkungen auf Gemeinwesen

Der weltweit grösste Chemiekonzern mit Sitz im deutschen Ludwigshafen produziert Produkte für die Medizin und das alltägliche Leben. Darunter auch Verpackungen für Lebensmittel und Hygieneartikel. Ein Produktionsstopp hätte erhebliche Auswirkungen auf die Grundversorgung nicht nur in Deutschland und damit auf das Gemeinwesen, warnt die BASF.

Unter einem Erdgas-Boykott würde auch die Ammoniak- und damit die Dünger-Herstellung leiden. Weil Russland, der grösste Produzent von Düngemittel, mit einem Exportstopp droht, könnte auch die Landwirtschaft in grosse Schwierigkeiten geraten.

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