Die Bundeswehr hat am Samstag mehr als 200 Menschen aus Kabul ausgeflogen.
Ausgeflogene bei der Ankunft in Taschkent
Ausgeflogene bei der Ankunft in Taschkent - BUNDESWEHR/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Flugzeuge bringen erst acht und dann 205 Menschen in Sicherheit.

Ein erstes Transportflugzeug vom Typ A440M konnte zwar nur acht Menschen in die usbekische Hauptstadt Taschkent bringen, wie das Bundesverteidigungsministerium am Abend im Onlinedienst Twitter mitteilte. Ein zweiter Flieger brachte dann aber 205 Menschen aus Kabul in Sicherheit.

In der Nacht zum Samstag waren nach Angaben des Ministeriums bereits 172 und in einem zweiten Flug sieben Menschen evakuiert worden.

Die Bundeswehr hat somit seit dem Beginn ihrer Evakuierungsflüge mehr 2000 Menschen aus der afghanischen Hauptstadt ausgeflogen. Die radikalislamischen Taliban hatten vor einer Woche die Macht in Kabul übernommen. Westliche Staaten bemühen sich seitdem hektisch darum, vor allem ihre Staatsbürger und gefährdete afghanische Ortskräfte in Sicherheit zu bringen.

Am Samstagmittag hatte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr getwittert, die Lage am Kabuler Flughafen sei «momentan sehr schwierig». Es werde aber alles getan, um «so viele Schutzbedürftige wie möglich pro Flug nach Taschkent auszufliegen». Das Auswärtige Amt teilte auf Twitter mit, die Situation am Flughafen sei «gefährlich» und «volatil». Die Tore zum Flughafen würden «kurzfristig» geöffnet und geschlossen.

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