Die Bundesregierung ist «sehr besorgt» über eine Zunahme der Kämpfe zwischen ukrainischen Soldaten und prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine.
Ukrainischer Soldat in Ostukraine
Ukrainischer Soldat in Ostukraine - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • In dem Konflikt der Ostukraine werden vermehrt schwere Waffen eingesetzt.
  • Die Bundesregierung zeigt sich «sehr besorgt» über diese Entwicklung.
  • Seit 2014 wütet der Konflikt und forderte bereits 13'000 Menschenleben.

Bei dem Konflikt in der Ostukraine ist die Bundesregierung «sehr besorgt» über die sich verschlimmernde Lage. Dabei kämen verstärkt «schwere Waffen» zum Einsatz, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts.

Ausserdem würden «alle Seiten Drohnen einsetzen», was im Widerspruch zum Minsker Abkommen stehe. Der Drohneneinsatz sei nur den Beobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gestattet.

Zunehmend wird Waffengewalt, die gegen die das Minsker Abkommen verstösst, angewandt

Ostukraine
In der Ostukraine kommen vermehrt schwere Waffen wie Granatwerfer, grosskalibrige Maschinengewehre und sogar Panzer zum Einsatz. Nun wurden neulich Kampfdrohnen eingesetzt, was den Minsker Abkommen widerspricht. - Keystone

Am Dienstag hatte die Ukraine mitgeteilt, dass ein Soldat bei einem Gefecht mit Separatisten getötet worden sei. Demnach feuerten die Separatisten mit Kanonen, Granatwerfern und Maschinengewehren auf ukrainische Stellungen. Angesichts der wieder aufflammenden Kämpfe rief die Bundesregierung «alle Seiten» auf, sich «konstruktiver als bislang in politische Verhandlungen» einzubringen.

Die OSZE ist mit hunderten Beobachtern im Konfliktgebiet vertreten, um die Einhaltung des Waffenstillstands zu überwachen. Seit Beginn des Konflikts in der Ostukraine im Jahr 2014 wurden bereits mehr als 13'000 Menschen getötet. Fast 1,5 Millionen weitere wurden vertrieben. Das Minsker Abkommen zur Befriedung der Ostukraine war 2015 geschlossen worden.

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