Bundesbank: Historischer BIP-Einbruch im zweiten Quartal

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    Seit 1970 wird quartalsweise das Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht. Nach Angaben der Bundesbank ist es seitdem noch nie so stark zurückgegangen wie im zweiten Quartal 2020.

    Porsche-Mitarbeiter in der Produktion in Stuttgart. Foto: Marijan Murat/dpa
    Porsche-Mitarbeiter in der Produktion in Stuttgart. Foto: Marijan Murat/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Corona-Pandemie hat die deutsche Wirtschaft tief in die Rezession gestürzt.

    Nach Einschätzung der Bundesbank zeichnet sich für das zweite Quartal 2020 «der stärkste Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts seit Beginn der vom Statistischen Bundesamt für den Zeitraum ab dem Jahr 1970 veröffentlichten vierteljährlichen Zeitreihe ab».

    Erste vorläufige Daten zur Wirtschaftsentwicklung im Zeitraum April bis Juni wird das Bundesamt am Donnerstag (30.7.) veröffentlichen. Volkswirte halten auch ein zweistelliges Minus für möglich. In den ersten drei Monaten 2020 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Berechnungen der Wiesbadener Behörde zum Vorquartal um 2,2 Prozent geschrumpft. Den bisher stärksten Rückgang zu einem Vorjahresquartal gab es mit minus 7,9 Prozent im zweiten Quartal 2009 - im Sog der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise.

    Die Deutsche Bundesbank macht in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht Juli zugleich Mut: «Der Tiefpunkt der wirtschaftlichen Aktivität dürfte aber bereits im April erreicht worden sein.» Weil die wegen des Virus verhängten Einschränkungen für Wirtschaft und Gesellschaft seit Mai zunehmend gelockert werden, nimmt die Konjunktur allmählich wieder Fahrt auf.

    «Im zweiten Halbjahr dürfte sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzen», schreiben die Ökonomen der Notenbank. «Dazu wird auch das zuletzt beschlossene Konjunkturpaket beitragen.» Die Bundesregierung hat für die Jahre 2020 und 2021 ein insgesamt 130 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket aufgelegt. Unter anderem wurde die Mehrwertsteuer vom 1. Juli an für ein halbes Jahr gesenkt: von 19 auf 16 Prozent bzw. 7 auf 5 Prozent. Das soll den Konsum als wichtige Stütze der Konjunktur ankurbeln.

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