Alkoholverbot an deutschen Bahnhöfen in Kraft getreten

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Ein Feierabendbier am Bahnsteig oder eins für den Weg zum Bundesligaspiel – auf sämtlichen Bahnhöfen in Deutschland ist das seit Mitternacht verboten. Landesweit gilt an allen rund 5.700 Stationen der Deutschen Bahn (DB) inklusive der Bahnsteige ab heute ein Alkoholverbot.

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    Ein Feierabendbier am Bahnsteig oder eins für den Weg zum Bundesligaspiel – auf sämtlichen Bahnhöfen in Deutschland ist das seit Mitternacht verboten. - keystone

    Ausgenommen davon sind Gaststätten in den Bahnhöfen. Auch in den Zügen darf in der Regel weiter Alkohol getrunken werden – in den Bordbistros der Fernzüge verkauft die Bahn ihn sogar selbst. Ausnahmen können auch dort gelten, wo etwa Bahnhofsgebäude nicht der DB gehören.

    Der Konzern zog am Nachmittag nach Inkrafttreten der neuen Regelung eine erste positive Bilanz. «Das Alkoholkonsumverbot an den Bahnhöfen ist gut und ruhig angelaufen», teilte eine Sprecherin mit. Besondere Vorfälle aus den Regionen seien bisher nicht bekannt.

    Das sogenannte Alkoholkonsumverbot solle die Bahnhöfe sicherer und sauberer machen, teilte die Bahn mit. Ziel sei, den Aufenthalt in den Bahnhöfen angenehmer zu machen. Ein Anlass für den Schritt war ein Vorfall im südwestdeutschen Bundesland Baden-Württemberg.

    Ein 26 Jahre alter Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn wurde im Juli bei einer Ticketkontrolle in einem Regionalzug nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft von einem 36 Jahre alten Fahrgast geschlagen und getreten. Während des Gerangels gab die Zugtür nach, der Bahnmitarbeiter fiel durch einen Spalt aus dem fahrenden Zug. Der 36-Jährige soll alkoholisiert gewesen sein.

    DB-Sicherheitskräfte sollen bei ihren Kontrollgängen sollen sie auf Personen zugehen, die gegen das Verbot verstossen. Wer sich nicht an das Verbot halte, werde mit Augenmass angesprochen, hiess es von der Bahn. Im schlimmsten Fall könnte ein Hausverbot folgen.

    «Das Alkoholkonsumverbot gilt an den Bahnhöfen an jedem Tag, auch an dem Tag von Grossveranstaltungen», sagte Bahnsprecherin Anja Bröker mit Blick etwa auf Partien der Fussball-Bundesliga in den Städten. Das neue Verbot dürfte vor allem an solchen Tagen auf eine harte Probe gestellt werden. Auch hier setze die Bahn aber auf Fingerspitzengefühl und Augenmass, hiess es.

    An knapp 40 grossen Bahnhöfen sind Bier, Wein und Co. schon seit längerem tabu. Dazu gehören die Hauptbahnhöfe in Köln, Kiel, Heidelberg, München, Hamburg und Berlin. Die Erfahrungen sind der Bahn zufolge positiv. Das Verbot sorge für weniger Konflikte und weniger Müll, sagte Bröker. Reisende und Mitarbeitende fühlten sich an den Bahnhöfen wohler.

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    Kommentare

    User #5078 (nicht angemeldet)

    Rauchen ist ja auch verboten, wird aber weiterhin gepafft was das Zeug hält

    User #1328 (nicht angemeldet)

    Im Gegensatz zum Rauchverbot an der freien Luft, auf den Bahnsteigen, der eigentlich niemanden belästigt, gibt es eindeutig gute Gründe den Alkohol zu verbieten! Der Anblick von Gruppen Alkoholiker auf den Bänken und Randständiger, die sich auf den Böden erbrechen, besoffen grölen, betteln, senkt das soziale Niveau des Bahnhofes als öffentlicher Raum, erzeugen ein unangenehmes Gefühl für normale, friedliche Reisende! Wenn diese sich genötigt fühlen so knapp wie möglich zu verweilen zwischen Eingang, Ticketkauf und Besteigen ihres Zuges geht die Attraktivität des Bahnreisens zurück! Wer durchkehrt gerne einen Slum?

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