Swiss spürt keine Tankeinschränkungen am Flughafen Zürich
Der ohne Gegenmassnahmen am Flughafen Zürich drohende Engpass beim Flugpetrol hat noch nicht auf die Airlines durchgeschlagen. «Wir spüren keine Auswirkungen, für die Betankung unserer Flugzeuge», sagte eine Swiss-Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

«Am Flughafen Zürich besteht aktuell keine Einschränkung.» Das gleiche gelte auch für den Flughafen Genf.
Zuvor hatte der Bund Bezüge aus den Pflichtlagern für Flugpetrol bewilligt, da wegen logistischer Probleme auf dem Rhein und im Schienengüterverkehr am Flughafen Zürich sonst eine Unterversorgung drohen würde. Konkret gab der Bund ab sofort für die nächsten zwei Wochen bis zu 30'000 Kubikmeter Flugpetrol aus den Reserven frei. Das sind 6,5 Prozent der Reserven in der Schweiz. Mit diesem Schritt soll der Markt gestützt werden.
Anders sieht es am Flughafen Frankfurt aus, der das grösste Drehkreuz des Lufthansa-Konzerns ist, zu dem die Swiss gehört. Dort könne es bei der Versorgung mit Kerosin aktuell zu Einschränkungen kommen. Grund dafür sei unter anderem eine reduzierte Pipeline-Kapazität.
«Für unsere Flüge Zürich-Frankfurt-Zürich tanken wir aufgrund der aktuellen Situation bis auf weiteres das Kerosin auch für die Rückflüge in Zürich. Das gleiche gilt für unsere Flüge ab Genf, auch da tanken wir für die Strecke Genf-Frankfurt-Genf das Kerosin ebenfalls für die Rückflüge», sagte die Swiss-Sprecherin.
Auf die Flugoperation der Swiss habe dies darüber hinaus keine Auswirkungen. «Wir können alle unsere Flüge durchführen. Aufgrund der kurzen Strecke hat es auch keinen Einfluss darauf, wie viele Fluggäste und wie viel Fracht wir transportieren können», sagte die Sprecherin der Schweizer Airline.
Wegen des möglichen Kerosin-Mangels am Frankfurter Flughafen hat die Lufthansa ungewöhnliche Massnahmen ergriffen. Die Piloten wurden angewiesen, bei Flügen nach Frankfurt von anderen Flughäfen her zusätzlichen Treibstoff an Bord zu nehmen. Damit sollen die Vorräte in Frankfurt entlastet werden, auch wenn laut Flughafenbetreiber Fraport die Versorgung mit Kerosin gesichert ist.
Bei den Massnahmen der Lufthansa Group und somit auch der Swiss, handle es sich um eine reine Vorsichtsmassnahme, sagte die Swiss-Sprecherin: «Die Vorkehrungen zeigen bereits Wirkung und wir gehen davon aus, dass wir diese in absehbarer Zeit wieder einstellen können.» An allen weiteren Destinationen der Swiss gebe es aktuell keine Einschränkungen aufgrund von Kerosinknappheit.










