Bundesanwaltschaft

    Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen zwölf mutmassliche Rechtsextremisten

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    Deutschland,

    Rund neun Monate nach der Zerschlagung einer rechtsextremen Terrorzelle hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen zwölf Tatverdächtige erhoben.

    Generalbundesanwalt Peter Frank
    Generalbundesanwalt Peter Frank - AFP/Archiv

    Ziel der im vergangenen Februar aufgeflogenen Gruppierung soll es nach früheren Ermittlerangaben gewesen sein, durch Anschläge auf Politiker, Asylsuchende und Moscheen in Deutschland «bürgerkriegsähnliche Zustände» herbeizuführen. Die von mehreren der Beschuldigten im September 2019 gegründete Zelle soll demnach beabsichtigt haben, die Staats- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik «zu erschüttern und letztlich zu überwinden».

    Im Februar gab es umfangreiche Durchsuchungen gegen die Gruppe in mehreren Bundesländern. Bei den Razzien fanden die Polizeibeamten Berichten zufolge mehrere Waffen, darunter Messer und selbstgebaute Handgranaten. Den Männern werden daher auch waffenrechtliche Verstösse vorgeworfen.

    Ziele der Anschläge sollen Berichten zufolge unter anderem die Grünen-Politiker Anton Hofreiter und Robert Habeck gewesen sein. Nach einem früheren «Spiegel»-Bericht war in einem von den Behörden überwachten Gespräche davon die Rede, dass Mitglieder der Gruppe in «zehn Bundesländern» zuschlagen sollten.

    Die mutmasslichen Mitglieder und Unterstützer der Gruppe sollen sich in unterschiedlicher Beteiligung mehrfach getroffen und über Chatgruppen und per Telefon untereinander in Kontakt gestanden haben. Nach Informationen des Südwestrundfunks wird elf Männern vorgeworfen, Mitglieder der Gruppe zu sein.

    Zwei davon sollen als Rädelsführer agiert haben. Ein zwölfter Mann soll die Gruppe S. als Helfer unterstützt haben. Ein ursprünglich 13. Beschuldigter beging sich in der Untersuchungshaft Suizid, wie aus Sicherheitskreisen verlautete. Der Staatsschutzsenat des OLG Stuttgart muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden.

    Ein Ende September von polnischen Spezialkräften festgenommener mutmasslicher deutscher Rechtsextremist soll nach «Spiegel»-Informationen Kontakt zur Gruppe S gehabt haben. Bei der Polizeiaktion gegen den in Polen lebenden 62-Jährigen waren 1,2 Kilogramm Sprengstoff und Munition gefunden worden.

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