Budapest: Russisches Öl wieder auf dem Weg nach Ungarn

Keystone-SDA
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Bern,

Die Druschba-Pipeline, die russisches Öl über Belarus und die Ukraine nach Ungarn transportiert, hat nach ungarischer Darstellung ihren Betrieb wieder aufgenommen.

Druschba-Pipeline
Röhren der Druschba-Pipeline. - keystone

«Nach den uns vorliegenden Informationen hat die Öldurchleitung über die Druschba-Pipeline heute um 11.35 Uhr von Belarus in Richtung Ukraine wieder begonnen», schrieb der ungarische Minister für EU-Angelegenheiten, Janos Boka, auf seiner Facebook-Seite.

«Nach menschlichem Ermessen» würde das russische Erdöl ungarisches Staatsgebiet noch im Laufe desselben Tages oder spätestens bis Donnerstagmorgen erreichen, schrieb Boka weiter. Ein weiterer Zweig der Druschba transportiert das Öl auch in die Slowakei.

Die Pipeline war nach einem russischen Drohnenangriff auf eine Pumpstation in der Westukraine Ende Januar beschädigt worden. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hatte das in Zweifel gezogen und die Ukraine beschuldigt, die für Ungarn wichtigen Öllieferungen aus Russland willkürlich abgestellt zu haben. Beweise legte er dafür keine vor.

Dennoch blockierte der als russlandfreundlich geltende Ungar unter diesem Vorwand lange einen 90 Milliarden Euro (rund 83 Milliarden Franken) schweren Kredit der EU für die Ukraine, die das von Russland angegriffene Land dringend benötigt. Die Regierung Orbans trug am Mittwoch in Brüssel nun eine Entscheidung mit, die das Darlehen ermöglichen soll, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagten.

Die formellen Beschlüsse müssen noch in einem schriftlichen Verfahren gefasst werden, das an diesem Donnerstagmittag abgeschlossen sein soll. Scheitern könnte das nur noch, wenn geplante russische Öllieferungen nach Ungarn und die Slowakei bis dahin nicht ankommen.

Kommentare

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In der Vergangenheit (z. B. im August und Dezember 2025) gab die Ukraine selbst an, russische Pumpstationen der Pipeline (z. B. in den Regionen Tambow und Brjansk) angegriffen zu haben, um Russlands Kriegskasse zu schwächen, so dokumentiert auf Wikipedia. Das spricht dafür, dass sie selber einen Defekt bei der Druschba- Pipeline verursachten. Zudem gibt die Ukraine häufig Russland die Schuld für etwas (Gaspipeline Nordstream oder auch Krimbrücke) und später kommt heraus, dass die ukrainische Regierung dahinter steckte.

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