Bub (9) auf Mont Blanc: Jetzt ernten Eltern Shitstorm
Lelio stellt als jüngster Besteiger des Mont Blanc einen Rekord auf. Die Eltern kassieren einen Shitstorm. Ihnen wird «Mediengeilheit» vorgeworfen.

Das Wichtigste in Kürze
- Weil ihr neunjähriger Sohn auf den Mont Blanc stieg, kassieren die Eltern von Lelio einen Shitstorm.
- Es sei zu gefährlich, sie seien verrückt und hätten es «bloss für die Sichtbarkeit» getan.
- Dem Vater wird auch vorgeworfen, den Sohn manipuliert zu haben.
Lelio Massimo di Roccasecca stellte einen Rekord auf: Als jüngster Bergsteiger stand der Neunjährige auf dem Mont Blanc, dem mit 4807 Metern höchsten Berg Europas.
Der Vater postete ein Foto des Erfolgs auf Social Media. Mehrere Medien berichteten über die Geschichte.
Neben zahlreichen Glückwünschen für den Neunjährigen gibt es auch viel Kritik für die Eltern.
In den Kommentarspalten sammeln sich unzählige Vorwürfe und Beleidigungen: Die Besteigung des Berges sei für ein so junges Kind zu gefährlich, schreibt jemand.
Eine weitere Person kritisiert, dass eine solche Höhe für ein Kind dieses Alters ungeeignet sei. «Aber die Eltern werden sich freuen, da sie viele Likes bekommen.»
Die «übereifrigen» Eltern wollten unbedingt mit den Erfolgen ihres Kindes prahlen, lautete ein weiterer Vorwurf. Der User ist sich sicher, dass es einen solchen «Quatsch» ohne soziale Medien nicht geben würde.
Alles «bloss für die Sichtbarkeit»?
Die Eltern werden auch als «verrückt» und egozentrisch bezeichnet. Sie würde das alles «bloss für die Sichtbarkeit» machen.
Dem Vater wird gar vorgeworfen, sein Kind manipuliert zu haben. Einige User spekulieren, ob Lelio tatsächlich freiwillig auf den Berg stieg oder ob er gezwungen wurde.
Die Rede ist auch von «überschäumendem Eifer» des Vaters. Ihm wird «Mediengeilheit» vorgeworfen.
Lelios Vater ist ein erfahrener Bergsteiger
Der Mont Blanc ist in der Regel kein Berg für Kinder. Die französische Gemeinde Saint-Gervais-les-Bains schreibt, dass der Gipfel ab 16 Jahren bestiegen werden könne. «Wenn der Jugendliche ausreichend trainiert und motiviert ist.»
Das scheint Lelio gewesen zu sein. Laut dem Vater bestieg der Sohn bereits im Alter von drei Jahren seinen ersten Gipfel im Apennin. «Danach gab es kein Halten mehr.»
Und das Bergsteigen liegt in der Familie: Der Vater selbst war schon auf dem Mount Everest und dem K2.














