Bregenzer Festspiele starten mit «La traviata»
Die Bregenzer Festspiele starten mit Verdis «La traviata» auf der Seebühne und erhalten viel Applaus für die Premiere.

Mit Giuseppe Verdis «La traviata» sind die 80. Bregenzer Festspiele am Mittwoch am Bodensee eröffnet worden. Die Oper war erstmals in der Geschichte des Festivals auf der Seebühne zu sehen.
Laut dem «SWR» verfolgten rund 7000 Gäste die Premiere unter freiem Himmel. Trotz dunkler Wolken blieb das Wetter trocken und ermöglichte die geplante Aufführung.
Die Inszenierung des italienischen Regisseurs Damiano Michieletto setzt auf einen gewaltigen zerbrochenen Spiegel als zentrales Bühnenelement. Das Werk stammt vom Bühnenbildner Paolo Fantin und besteht aus 86 einzelnen Splittern.
Ein Spiegelbild für Violettas tragische Geschichte
Wie der «ORF» berichtet, umfasst die Konstruktion rund 700 Quadratmeter und prägt das gesamte Bühnenbild. Der Spiegel dient als Symbol für die zerbrechliche Lebenswelt der Hauptfigur Violetta Valéry.
Michieletto verlegt die Handlung in die 1920er-Jahre und verbindet Verdis klassische Oper mit einer modernen Bildsprache. Im Mittelpunkt bleibt die Geschichte einer Frau, die zwischen Liebe, gesellschaftlichen Erwartungen und Ausgrenzung steht.
Die finnische Sopranistin Marjukka Tepponen übernimmt die Rolle der Violetta. Laut der «VOL» überzeugte sie das Publikum besonders mit ihrer stimmlichen Leistung und ihrem Einsatz in den anspruchsvollen Wasserszenen.
Premiere zwischen Begeisterung und zurückhaltender Kritik
Die Wiener Symphoniker spielten erstmals unter der Leitung des ukrainischen Dirigenten Kirill Karabits bei den Bregenzer Festspielen. Das Orchester begleitete die bekannten Melodien der Verdi-Oper während der gesamten Aufführung.
Die Zuschauer reagierten nach der Premiere der Bregenzer Festspiele mit langem Applaus. Dem «SWR» zufolge lobten Besucher besonders das Zusammenspiel von Bühne, Technik, Licht und Gesang.
Auch die Kritiken fielen insgesamt positiv aus, enthielten jedoch unterschiedliche Einschätzungen. Der «ORF» berichtete von einem eher zurückhaltenden Applaus, während die Leistung von Marjukka Tepponen besonders hervorgehoben wurde.
Bregenzer Festspiele setzen mit «La traviata» auf ein Opern-Highlight
«La traviata» erzählt die tragische Geschichte der Kurtisane Violetta und ihrer Liebe zu Alfredo Germont. Die 1853 in Venedig uraufgeführte Oper zählt zu den bekanntesten Werken Giuseppe Verdis.
Die Seebühnen-Produktion läuft bis zum 23. August und wird insgesamt 28-mal aufgeführt. Der «VOL» zufolge erwarten die Festspiele für die Vorstellungen rund 188'000 Besucherinnen und Besucher.

Neben «La traviata» umfasst das Programm der Jubiläumsausgabe weitere Opern, Konzerte und Schauspielveranstaltungen. Zum 80-jährigen Bestehen ist zudem ein grosses «Singalong am See» mit Tausenden Teilnehmern geplant.












