Bosch

    Bosch investiert 400 Millionen Euro in Chipfertigung

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Der Halbleitermangel bringt weltweit zahlreiche Branchen ins Stocken, allen voran die Autoindustrie. Grund genug für Zulieferer Bosch, noch einmal Millionenbeträge in die Technik zu investieren.

    Als Reaktion auf den Halbleitermangel steckt Bosch im kommenden Jahr Millionen in seine Chipfertigung. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
    Als Reaktion auf den Halbleitermangel steckt Bosch im kommenden Jahr Millionen in seine Chipfertigung. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Als Reaktion auf den Halbleitermangel steckt Bosch im kommenden Jahr mehr als 400 Millionen Euro zusätzlich in seine Chipfertigung.

    Das Geld soll in Dresden, Reutlingen und im malaysischen Penang investiert werden, erklärte der Zuliefererkonzern. «Der Bedarf an Halbleitern wächst weiter rasant. Gerade in der aktuellen Lage bauen wir deshalb die Fertigung von Halbleitern konsequent aus», sagte der Vorsitzende des Geschäftsführung, Volkmar Denner.

    Erst vor vier Monaten hatte Bosch in Dresden die modernste Chipfabrik des Kontinents eröffnet. Mit über einer Milliarde Euro ist die Dresdener Halbleiterfertigung die teuerste Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte. «Wir investieren massiv in Halbleiter-Technik, weil das aus unserer Sicht ganz klar bereits ein grosses Gebiet mit grossen Wachstumschancen ist und künftig bleiben wird», sagte Denner in einem «Handelsblatt»-Podcast.

    Der Grossteil der Investition fliesst den Angaben nach in einen schnelleren Ausbau im neuen Halbleiterwerk in Dresden. Weitere 50 Millionen gehen im kommenden Jahr nach Reutlingen. «Unser Ziel ist es, die Produktion von Halbleitern in Dresden früher als geplant hochzufahren und gleichzeitig die Reinraumkapazität in Reutlingen zu erweitern. Jeder zusätzliche Chip aus unserer Produktion hilft in der aktuellen Situation», sagt Geschäftsführer Harald Kröger. In Penang fliesst das Geld in ein neues Halbleiter-Testzentrum, das ab 2023 in Betrieb gehen soll.

    Viele Autobauer und Elektronikhersteller kämpfen derzeit damit, dass nicht genügend Chips auf dem Markt zur Verfügung stehen. Die aktuelle Halbleiterknappheit entstand unter anderem angesichts der sprunghaft gestiegenen Nachfrage bei Notebooks und anderer Computer-Technik in der Corona-Pandemie. Besonders Autobauer leiden darunter. Die Engpässe auf dem Halbleitermarkt erschweren auch die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise insgesamt. Denner war im Juni davon ausgegangen, dass die Industrie noch «schwierige Monate» vor sich habe, sich die Situation aber 2022 nach und nach wieder normalisieren werde.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Blocher
    1'905 Interaktionen
    Neutralität
    Ernährung
    283 Interaktionen
    Ernährung

    MEHR IN NEWS

    1 Interaktionen
    Bern
    Slowup
    6 Interaktionen
    Zürich
    Lufthansa
    4 Interaktionen
    Frankfurt/Main

    MEHR BOSCH

    Bosch
    1 Interaktionen
    Roseville
    Bosch
    Führungswechsel
    Bosch
    2 Interaktionen
    Berlin
    Bosch
    2 Interaktionen
    Renningen

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    DFB
    20 Interaktionen
    0:1 in NL
    Linkin Park
    3 Interaktionen
    Berlin
    df
    4 Interaktionen
    Im Allgäu
    lufthansa
    Wegen Kabinen-Geruch