Bär wandert in Lettland durch städtisches Wohngebiet

Keystone-SDA
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Lettland,

Ein Bär ist in Lettland durch eine Stadt geirrt und von den Behörden aus der Stadt eskortiert worden.

bär
Ein Bär (Symbolbild) - Pexels

Das Tier sei am Sonntag tagsüber an mehreren Stellen in der Stadt Jekabpils gesichtet und nach Einbruch der Dunkelheit in den Wald gelockt worden, sagte Bürgermeister Raivis Ragainis der lettischen Nachrichtenagentur Leta. Dazu seien eine Strasse gesperrt und ein Korridor für den Bären geschaffen worden, dessen Entschwinden mit Hilfe von Drohnen mit Infrarotkameras geprüft worden sei.

Augenzeugenvideos im Internet zeigten den Bären, wie er auf der Strasse durch Wohnsiedlungen in der Stadt mit gut 20.000 Einwohnern läuft. Auch wurde er in der Nähe einer Tankstelle gesehen, letztlich aber in ein Waldgebiet verscheucht – ohne jemanden zu verletzen oder Schaden anzurichten.

Nach Angaben von Ragainis wurde der Einsatz durch das grosse öffentliche Interesse behindert, denn das desorientierte Tier sei noch mehr verwirrt worden. So seien manche Einwohner trotz der potenziell gefährlichen Situation bereit gewesen, den Bär zu verfolgen, zu filmen oder zu fotografieren. Die Stadtverwaltung hatte zuvor über das Auftauchen des Bären informiert und mitgeteilt, dass er mit Lautsprechern aus der Stadt vertrieben werden solle.

Bären waren bereits in der Vergangenheit in der Nähe der Stadt gesichtet worden. Erst kürzlich hatte sich zudem ein Elch nach Jekabpils verirrt und wurde ebenfalls aus der Stadt eskortiert. «Die Natur ist, wie sie ist. Wir sind von Wäldern umgeben», sagte Ragainis. Jekabpils liegt rund 140 Kilometer südöstlich der lettischen Hauptstadt Riga.

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Kommentare

User #4281 (nicht angemeldet)

Ich bin Jäger und Nutztierhalter und hätte diesen Bär sofort geschossen. Die Zeiten wo die Natur meint der Herr im Haus zu sein sind schon lange vorbei!!!!!! Weg mit dem Vieh und Zeugs!!!!

Amediesli

Die Haltung der Menschen dieser Stadt ist vorbildlich: die Natur ist, wie sie ist. Hier in der Schweiz läufts eher so nach dem Motzo: die Natur hat hier nichts zu suchen, wenn mal ein Wildtier gesichtet wird.

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