Bordeaux verweigert Schenkung von Kunstgegenständen aus Afrika

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Frankreich,

Die Stadt Bordeaux im Südwesten Frankreichs hat am Montag eine private Schenkung von 53 Kulturgütern aus sieben afrikanischen Ländern abgelehnt. Grund für die Ablehnung sei eine «verantwortungsvolle Museumspolitik».

Bordeaux.
Die Stadt Bordeaux im Südwesten Frankreichs. - unsplash

Bei der Schenkung hätte es sich um Kunstgegenstände sowie Tuareg-Schmuckstücke und Accessoires im Wert von etwas über 30'000 Euro gehandelt. Die Objekte stammen ursprünglich aus Gabun, Nigeria, Niger, der Elfenbeinküste, der Demokratischen Republik Kongo, Burkina Faso und Togo. Eine ehemalige Hebamme, die in einigen dieser Länder tätig war und 2022 verstorben war, hatte der Gemeinde ihre Sammlung vermacht.

Gabun hatte bereits 2023 seine Absicht bekräftigt, wonach das Land 33 Stücke zurückerhalten wolle. Auch die Elfenbeinküste und Nigeria haben ihr Interesse bekundet. Die vier weiteren Länder haben nun zwei Jahre Zeit, dies ebenfalls zu tun.

«Die Stadt Bordeaux möchte eine verantwortungsvolle, ethische und abgestimmte Museumspolitik fördern, unter Achtung der kulturellen Rechte und der Grundsätze der internationalen Zusammenarbeit», sagte am Montag Bordeaux' Bürgermeister Thomas Cazenave. «Die Rolle eines Museums im 21. Jahrhundert besteht nicht nur darin, zu bewahren, sondern auch im Dialog, im Teilen und im Weitergeben.»

Eine gabunische Delegation war anwesend, als der Stadtrat die Ablehnung des Vermächtnisses bestätigte. Es ist das erste Mal, dass eine Sammlung aus Frankreich nach Gabun zurückgeführt wird.

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Kommentare

User #4281 (nicht angemeldet)

Also kann ich andere bestehlen und dann sagen: "Nein ich gebe nichts zurück, ich lehne diese SCHENKUNG an die Bestohlenen ab und sowieso, die Bestohlenen sind zu unverantwortlich um mit diesen Gegenständen umgehen zu können."

User #4281 (nicht angemeldet)

Afrikanische Länder und Afrikaner sind "unverantwortlich", darum gibt man gestohlene Kunstgegenstände nicht zurück. Das ist die Begründung? Ich bin fast geneigt zu sagen, dass die Menschenrechtler und Aufklärer mit ihrer Kritik bezüglich Kolonialismus und Überlegenheits-Denken von Europa nicht ganz unrecht haben...

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