BMW

    BMW knüpft Vorstandsgehälter an ehrgeizige Klimaziele

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    SUV fahren - das will BMW in puncto Klimaschutz bald guten Gewissens ermöglichen. In den nächsten zehn Jahren will Konzernchef Zipse die CO2-Emmissionen um ein Drittel senken. Wenn's nicht klappt, bekommen die Manager weniger Geld.

    Oliver Zipse
    Konzernchef Oliver Zipse wertete die BMW-Halbjahreszahlen als Beleg dafür, «wie robust unser Geschäftsmodell ist». (Archivbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Autobauer BMW will seinen CO2-Fussabdruck in den kommenden zehn Jahr um ein Drittel senken.

    Vorstandschef Oliver Zipse sagte in München, das sei nicht bloss ein unverbindliches Ziel: «Wir werden Jahr für Jahr über unsere Fortschritte berichten und uns an diesen Zielen messen lassen. Das wird auch in die Vergütung von Vorstand und Top-Management einfliessen.»

    Der Klima- und Umweltschutz werde zu einem zentralen Baustein der Unternehmensstrategie. Denn Autos mit Premium-Anspruch müssten heute auch nachhaltig sein: «Der Kampf gegen den Klimawandel und unser Umgang mit Ressourcen entscheiden über die Zukunft unserer Gesellschaft - und damit auch der BMW Group», erklärte Zipse. Deswegen «rücken diese Themen ins Zentrum unserer künftigen Ausrichtung».

    Heute stosse ein durchschnittlicher BMW über den gesamten Lebenszyklus - von der Lieferkette über die Produktion bis zum Ende der Fahrzeugnutzung - etwa 52 Tonnen CO2 aus. Im Laufe der nächsten zehn Jahre wolle BMW den Ausstoss um mindestens ein Drittel senken auf 33 Tonnen pro Fahrzeug. Dabei rechnet BMW auch die CO2-Emissionen bei der Herstellung des Stroms oder Kraftstoffs mit, ebenso wie die enormen CO2-Emissionen bei der Herstellung der Batterien.

    Bei jährlich 2,5 Millionen Autos bedeuten die neuen BMW-Ziele gut 40 Millionen Tonnen weniger CO2. «Diese neue Ausrichtung wird in allen Ressorts verankert - von Verwaltung und Einkauf über Entwicklung und Produktion bis hin zum Vertrieb», sagte Zipse.

    Einen grossen Teil sollen die 12.000 Zuliefererfirmen von BMW beitragen. Auch sie müssen CO2-Vorgaben erfüllen. Die neuen Batteriezellen etwa dürften nur noch mit Grünstrom gefertigt werden. «Unser Anspruch ist es, die nachhaltigste Lieferkette der gesamten Branche sicherzustellen», sagte Zipse.

    Ein weiterer grosser Hebel sei die eigene Produktion. Die BMW-Werke setzten ab diesem Jahr nur noch Grünstrom ein. Digitale Datenanalyse minimiere den Ausschuss im Karosseriebau. Bei den Hochvoltspeichern strebe BMW ein fast vollständiges Recycling an.

    Auf der Strasse soll der CO2-Ausstoss bis 2030 um 40 Prozent je gefahrenem Kilometer reduziert werden. Zentraler Hebel dafür sind die Elektroautos. 2023 will der BMW-Chef 25 elektrifizierte Modelle auf der Strasse haben - die Hälfte davon vollelektrisch. 2030 sollen bereits sieben Millionen elektrifizierte Fahrzeuge des Konzerns unterwegs sein.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    sdf
    89 Interaktionen
    Militär-KI
    Das Gebäude der ehemaligen ZKB-Filiale in Zürich-Seebach weicht einem Neubau. - Pia Meier
    18 Interaktionen
    Bargeld-Ärger

    MEHR IN NEWS

    trump
    1 Interaktionen
    Washington
    China
    8 Interaktionen
    Peking
    Rüti bei Büren BE

    MEHR BMW

    bmw elektroauto
    6 Interaktionen
    München
    BMW
    3 Interaktionen
    Achte Generation
    Zürich
    Zürich
    BTCC BMW Lewis Gilbert
    5 Interaktionen
    Fahrer unverletzt

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Friedrich Merz
    21 Interaktionen
    Berlin
    Puma
    3 Interaktionen
    Oberding
    VW
    14 Interaktionen
    Laut Studie