Blutvergiftungen nach Operationen in Tschechien
Nach Operationen in einer Privatklinik in Tschechien erkrankten acht Patienten an einer Blutvergiftung. Das Anästhesiemittel könnte verunreinigt gewesen sein.

Das Wichtigste in Kürze
- In Tschechien erkrankten acht Patienten an einer Blutvergiftung.
- Ein menschlicher Fehler sei «höchst unwahrscheinlich».
Nach Operationen an einer Privatklinik im tschechischen Frydlant sind acht Patienten an einer Blutvergiftung erkrankt.
Sie seien zur Behandlung in das grössere Kreiskrankenhaus in Liberec (Reichenberg) gebracht worden, sagte ein Sprecher der Klinik heute Donnerstag der Agentur CTK. Die dortige Intensivstation arbeite nach einem Krisenplan. Man warte nun auf die Ergebnisse der weiteren Untersuchungen.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Prag könnte das Anästhesiemittel verunreinigt gewesen sein. Die Operationen wurden von unterschiedlichen Ärzte- und Pflegeteams vorgenommen. Damit sei ein menschlicher Fehler «höchst unwahrscheinlich», hiess es.
Bei allen Betroffenen handele es sich um Tschechen, bestätigte eine Sprecherin der Privatklinik auf dpa-Anfrage. Das Krankenhaus versorgt rund 25'000 Menschen im Isergebirgsvorland. Frydlant (Friedland) liegt nur rund 25 Kilometer südlich der ostdeutschen Stadt Görlitz (Sachsen).











