Bitkom fordert europäische Regulierung von Bitcoin & Co.

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    Deutschland,

    Der Digitalverband Bitkom hat sich zum Abschluss der EU-Beratungen zu den Krypto-Werten für eine einheitliche, bindende EU-Regulierung stark gemacht.

    Eine nachgemachte Münze mit dem Logo der Digitalwährung Bitcoin. Foto: Nicolas Armer/dpa
    Eine nachgemachte Münze mit dem Logo der Digitalwährung Bitcoin. Foto: Nicolas Armer/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bitkom wendet sich ausdrücklich gegen eine EU-Richtlinie zum Umgang mit Krypto-Assets und plädiert für eine bindende EU-Regulierung.

    «Europa hat die Chance, bei der Blockchain weltweiter Vorreiter zu werden und die Regeln für den Umgang mit der Technologie zu prägen», sagte der Blockchain-Experte Patrick Hansen vom Bitkom. «Die aktuelle Coronakrise zeigt, dass Europa die Digitalisierung deutlich schneller vorantreiben muss als bisher. Die Blockchain-Technologie bietet für die Finanzbranche gewaltige Möglichkeiten, wenn wir jetzt die Weichen richtig stellen.»

    Bitkom wendet sich ausdrücklich gegen eine EU-Richtlinie zum Umgang mit Krypto-Assets und plädiert für eine bindende EU-Regulierung. «Eine EU-Richtlinie führt durch die jeweilige unterschiedliche Umsetzung in den Mitgliedsstaaten zu einem Flickenteppich, der letztlich zu Unsicherheit bei Unternehmen und Verbrauchern führt», so Hansen. Dies habe zuletzt die Umsetzung der Geldwäscherichtlinie gezeigt. «Wir brauchen einen einheitlichen europäischen Binnenmarkt für Krypto-Werte, um im Wettbewerb mit Unternehmen aus den USA oder Asien bestehen zu können.»

    Vorbild bei der EU-Regulierung könnte nach Ansicht des Bitkom die deutsche Regulierung von Kryptowerten sein. Dazu wurde im Kreditwesengesetz eine Definition von «Kryptowerten» ergänzt. Wer im Bereich der «Kryptoverwahrung» tätig sein will, also Kryptowerte für andere aufbewahrt, muss darüber hinaus verpflichtend eine Lizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beantragen, die an strenge Vorgaben geknüpft ist.

    In der Coronakrise haben sich Krypto-Währungen wie der Bitcoin nicht als stabil erwiesen. Der Kurs des Bitcoin lag zuletzt nur noch knapp über 6000 Euro. Mitte Februar hatte der Kurs noch bei über 9500 Euro gelegen.

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