Mehr als zweieinhalb Jahre nach dem Diebstahl eines Kunstwerks in Form eines Nests aus Gold aus einer Grundschule hat am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht der Berufungsprozess gegen einen 21-Jährigen begonnen.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Staatsanwaltschaft und Verteidigung legten Berufung ein.

Zu Beginn wurde das Urteil des Amtsgerichts vom Juli vergangenen Jahres verlesen. Das Gericht hatte Munyr K. F. damals unter anderem wegen gemeinschaftlichen Diebstahls mit Waffen und gemeinschädlicher Sachbeschädigung zu einer Jugendstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt.

Nach den Feststellungen des Gerichts war er in der Nacht des 15. Mai 2019 gemeinsam mit mindestens einem unbekannten Mittäter in eine Schule eingebrochen und hatte das dort ausgestellte Kunstwerk «Goldnest» aus einer schussfesten Vitrine gestohlen. F. soll einer bekannten arabischstämmigen Grossfamilie entstammen und wurde bereits zuvor zu mehreren Jugendstrafen verurteilt.

Gegen das Urteil des Amtsgerichts legten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung des Angeklagten Berufung ein. Über diese hat nun eine kleine Strafkammer des Landgerichts zu entscheiden. Bereits am ersten Verhandlungstag wurden erste Zeugen gehört.

F. befindet sich nicht mehr in Haft, das Berliner Kammergericht hob den Haftbefehl gegen ihn im September vergangenen Jahres auf. Bis Anfang Februar wurden insgesamt drei Verhandlungstermine angesetzt.

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