«Bunga-Bunga-Partys»: Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi wurde vorgeworfen, Zeugen für Falschaussagen zu den Partys mit jungen Frauen bestochen zu haben. Nun hat ein Gericht ein Urteil gesprochen.
Ist mit dem Urteil zufrieden: «Cavaliere» (Ritter) Silvio Berlusconi. Foto: Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa
Ist mit dem Urteil zufrieden: «Cavaliere» (Ritter) Silvio Berlusconi. Foto: Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Gericht in Italien hat den früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in einem Prozess im Zusammenhang mit seinen «Bunga-Bunga-Partys» freigesprochen.

Das berichteten die Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos.

Demnach sah das Gericht in Siena den Sachverhalt als nicht bewiesen an. Dem 85 Jahre alten Chef der konservativen Partei Forza Italia wurde vorgeworfen, Zeugen für Falschaussagen zu den Partys mit jungen Frauen bestochen zu haben. Auch ein mitangeklagter Musiker wurde den Agenturberichten zufolge freigesprochen.

Ansa zitierte Berlusconis Anwälte, die von einem grossartigen Ergebnis sprachen. Der Parteichef sei zufrieden. Berlusconi reiste heute nach Brüssel. Dort traf er am Rande des Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), wie er auf Facebook schrieb.

Der in Italien oft nur «Cavaliere» (Ritter) genannte Berlusconi ist auch in Mailand wegen Bestechung angeklagt. Das Gericht in der norditalienischen Metropole wollte zuletzt ein Gutachten zu Berlusconis psychischem und physischem Zustand erstellen lassen, der 85-Jährige weigerte sich aber. Der Fortgang des Prozesses dort war zunächst unklar.

Berlusconis Partei ist seit Mitte Februar Teil des Regierungsbündnisses von Ministerpräsident Mario Draghi in Rom.

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