Der Berliner Staatsanwalt will den Amokfahrer von Berlin in einer Psychiatrie unterbringen lassen. Es gäbe genügend Hinweise auf eine Schizophrenie.
Einsatzkräfte nach Amokfahrt
Einsatzkräfte nach Amokfahrt - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Staatsanwalt will den Amokfahrer von Berlin in die Psychiatrie einweisen lassen.
  • Es spreche viel dafür, dass der Mann an Schizophrenie leide, so der Staatsanwalt.
  • Der Fahrer tötete bei der Gedächtniskirche eine Lehrerin und verletzte mehrere Schüler.

Die Berliner Staatsanwaltschaft will den 29-jährigen Amokfahrer vorläufig in einer Psychiatrie unterbringen lassen.

Es werde ein Unterbringungsbefehl beantragt, sagte der Sprecher der Behörde, Oberstaatsanwalt Sebastian Büchner, am Donnerstag in der Hauptstadt. Es spreche «relativ viel» für eine paranoide Schizophrenie des Manns. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung seien Medikamente gefunden worden. Zudem habe er seine Ärzte von ihrer Schweigepflicht entbunden.

Terrorakt kann wohl ausgeschlossen werden

Über die Unterbringung sollte noch am Donnerstag ein Richter entscheiden. Ob die Erkrankung wirklich ursächlich für die Tat war, sollen laut Büchner dann die weiteren Ermittlungen zeigen.

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Passanten gehen über gelbe Kreise, mit denen Kriminaltechniker nach der Amokfahrt Spuren markierten. (Paul Zinken/dpa) - Keystone

Ein Terrorakt werde jedoch derzeit ausgeschlossen. Der Mann hatte bei seiner Fahrt laut Polizei eine Frau getötet und 32 weitere Menschen verletzt. Der Staatsanwaltschaft zufolge werden die Taten rechtlich als Mord und versuchte Morde gewertet.

Amokfahrer erfasste eine Schulklasse

Der mutmassliche Täter war am Mittwochmorgen nahe der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in eine Menschengruppe gefahren und hatte dabei eine Schulklasse aus Hessen erfasst. Eine Lehrerin wurde getötet, ein weiterer Lehrer sowie mehrere Jugendliche wurden zum Teil schwer verletzt. Das Auto kam anschliessend im Schaufenster eines Geschäfts zum Stehen.

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Die beschädigte Schaufensterscheibe, in dem das Auto des 29-Jährigen zum Stehen kam. (Fabian Sommer/dpa) - Keystone

Der Fahrer wurde von Passanten festgehalten und Einsatzkräften der Polizei übergeben. Bei dem Mann handelt es sich den Ermittlern zufolge um einen 29-Jährigen, der in Berlin lebt. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sprach von einer «Amoktat eines psychisch beeinträchtigten Menschen».

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