Bedford-Strohm sieht Kirchen als Vorreiter für «Fridays for Future»

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Deutschland,

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm hat für die christlichen Kirchen in Anspruch genommen, Vorreiter der Klimaschutzbewegung gewesen zu sein.

EKD-Ratschef Bedford-Strohm
EKD-Ratschef Bedford-Strohm - dpa/dpa/picture-alliance/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Kardinal Woelki: Debatte um Klimaschutz hat «religiöse Züge».

«Die Klimaschutzbewegung bringt etwas zum Ausdruck, was die christlichen Kirchen seit Jahrzehnten immer wieder in die Öffentlichkeit gebracht haben», sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland der «Passauer Neuen Presse» vom Montag.

Der kirchliche Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung habe «wahrscheinlich auch dazu beigetragen, den Boden dafür zu bereiten, dass dieses Thema durch junge Menschen von 'Fridays for Future' nun endlich stärker ins Zentrum rückt», sagte der Bischof.

Die Folgen des Klimawandels stellten eine massive Ungerechtigkeit in der Welt dar und verschärften sie noch, warnte Bedford-Strohm. Die Kirche sei hier zum Handeln aufgefordert: «Wir können als Kirche nicht anders, als uns dazu klar öffentlich zu Wort zu melden.»

Ähnlich äusserte sich der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Die Bewahrung der Schöpfung sei schon lange vor Greta Thunberg ein Thema der christlichen Kirchen gewesen, sagte der katholische Kirchenmann der «Bild»-Zeitung vom Montag. In der Debatte um den Klimaschutz erkennt Woelki «religiöse Züge»: «Der Klimaschutz hat für manche gewissermassen religiöse Züge angenommen», sagte er in dem Interview.

Woelki forderte seine Kirche zu ganz praktischem Handeln auf: «Wir sollten auch viel mehr überlegen, ob wir Dächer von Kirchen und unseren anderen Immobilien, wo das möglich ist, noch stärker mit Solarzellen bestücken», sagte er. «Denkmalschutz ist das eine, aber wir müssen vor allem die Schöpfung schützen. Ich glaube, wir sollten da umdenken.»

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