Bauernpräsident erwartet unterdurchschnittliche Ernte

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    Deutschland,

    Es ist zu trocken in Deutschland - Bauernpräsident Rukwied rechnet daher mit einer unterdurchschnittlichen Ernte. Dass die Landwirte zusätzlichen Weizen anbauen könnten, aber nicht dürfen, frustriert ihn.

    Joachim Rukwied ist Präsident des Deutschen Bauernverbands.
    Joachim Rukwied ist Präsident des Deutschen Bauernverbands. - Bernd Weissbrod/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bauernpräsident Joachim Rukwied erwartet wegen der Trockenheit vielerorts in Deutschland Ernteeinbussen.

    «Wir rechnen in Deutschland mit einer unterdurchschnittlichen Ernte, noch etwas geringer als im Vorjahr», sagte Rukwied im ZDF-«Morgenmagazin».

    Er hoffe, dass es regne und zumindest die Herbstkulturen noch das nötige Wasser erhielten. Die Situation sei aber unterschiedlich. «Es gibt Regionen, wo ordentliche Erträge eingefahren werden konnten. Wir haben auf der anderen Seite aber auch Regionen, wo wir 25 bis 30 Prozent unter dem Schnitt der vergangenen Jahre leider nur ernten konnten.»

    Rukwied kritisierte, dass Stilllegungsflächen vorerst weiter nicht für den Weizenanbau freigegeben werden sollen. Die Agrarministerkonferenz habe damit «wissentlich die Ernährungskrise verschärft». Die Landwirte in Deutschland könnten auf den Stilllegungsflächen zusätzlich auf 200.000 Hektar 1,4 Millionen Tonnen Weizen erzeugen. Sie wollten das tun und seien frustriert, dass das Angebot von der Agrarministerkonferenz nicht aufgegriffen worden sei.

    Die Agrarministerkonferenz hatte am Donnerstag im strittigen Punkt einer vorübergehenden Aussetzung geplanter Flächenstilllegungen keinen Konsens gefunden. Die EU-Kommission hatte als Reaktion auf drohende Lebensmittelengpässe vorgeschlagen, für ein Jahr Ausnahmen von der geplanten Stilllegung von vier Prozent der Ackerfläche zu machen. Auch der Anbau von gleichen Ackerpflanzen hintereinander - also etwa Weizen auf Weizen - soll nach dem EU-Vorschlag für ein Jahr möglich werden. In den kommenden Wochen soll in Deutschland über die Umsetzbarkeit der Ausnahmeregelungen auf Fachebene weiter diskutiert werden.

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