51 Prozent der Jugendlichen in Deutschland haben schon Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht.
Junge Männer mit Smartphones.
Junge Männer mit Smartphones. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Mobbing häufig in Chatprogrammen und sozialen Netzwerken.

14 Prozent gaben bei einer Befragung der Barmer-Krankenkasse an, online gemobbt worden zu sein, teilte die Krankenkasse am Donnerstag mit. Fünf Prozent der 2000 befragten Mädchen und Jungen zwischen 14 und 17 Jahren hätten angegeben, selbst gemobbt zu haben; 43 Prozent sagten, dass sie Cybermobbing beobachtet hätten.

Laut der Sinus-Jugendstudie der Barmer wird Mobbing am häufigsten auf Whatsapp erlebt, gefolgt von den sozialen Netzwerken Instagram, Tiktok und Facebook. Oft werden demnach Menschen online beleidigt oder falsche Gerüchte in die Welt gesetzt, auch von dem Ausschluss aus Gruppen, von Belästigung und dem Posten peinlicher Videos oder Bilder berichtete ein knappes Drittel der Jugendlichen.

Barmer-Vorstandschef Christoph Straub forderte leichten Zugang zu Hilfe und Anlaufstellen, denen Betroffene vertrauen könnten. «Denn allein sind Mobbingattacken nur schwer zu bestehen», erklärte er. Der Befragung zufolge sind in zwei Dritteln der Fälle die Eltern erste Ansprechpartner, mit Freundinnen und Freunden sprechen 44 Prozent der Betroffenen.

Laut Barmer könnten aber auch Lehrkräfte, Selbsthilfegruppen oder die Polizei helfen. Die Krankenversicherung verwies zudem auf das Online-Angebot Krisenchat.de, das sie seit einem Jahr unterstütze.

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