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    Bafin setzt hohe Geldbusse gegen Deutsche Bank fest

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    Deutschland,

    Rund neun Millionen Euro soll Deutschlands grösstes Geldhaus zahlen. Die Deutsche Bank habe als Datenzulieferer unter anderem für die Berechnung des Euribor nicht über «wirksame präventive Systeme» verfügt.

    Die Deutsche Bank wird von der Finanzaufsicht Bafin zur Kasse gebeten. Foto: Arne Dedert/dpa
    Die Deutsche Bank wird von der Finanzaufsicht Bafin zur Kasse gebeten. Foto: Arne Dedert/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Finanzaufsicht Bafin brummt der Deutschen Bank wegen Mängeln bei internen Kontrollen im Zusammenhang mit der Berechnung wichtiger Referenzzinssätze eine Millionen-Geldbusse auf.

    Deutschlands grösstes Geldhaus müsse 8,66 Millionen Euro zahlen, weil das Institut als Datenzulieferer für die Berechnung des Euribor «zeitweise nicht über wirksame präventive Systeme, Kontrollen und Strategien» verfügt habe, teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) mit.

    Der Euribor (Euro Interbank Offered Rate) wird wie der Libor als Grundlage für Bankgeschäfte in Billionenhöhe herangezogen - von Baukrediten bis zu komplexen Derivate-Geschäften. Vor einigen Jahren war aufgeflogen, dass Mitarbeiter mehrerer Grossbanken weltweit bei der Berechnung dieser Referenzzinssätze über Jahre getrickst hatten, um höhere Gewinne einzufahren. Auch die Deutsche Bank musste in diesem Zusammenhang mehrere hohe Strafzahlungen leisten.

    Seit Anfang 2018 verpflichtet das geltende Regelwerk die sogenannten Kontributoren, also diejenigen, die Daten für die Berechnung etwa des Euribor liefern, durch interne Kontrollen und Abläufe sicherzustellen, dass es nicht zu Manipulationen kommt und die Daten auf einer validen Grundlage gemeldet werden.

    Dies war nach Einschätzung der Bankenaufseher bei der Deutschen Bank im Prüfungszeitraum 2019 bis Anfang 2020 zeitweise nicht erfüllt. Die Bank akzeptiere das Bussgeld, teilte ein Sprecher des Geldhauses in Frankfurt mit. Zugleich habe die Bank «keine Anhaltspunkte dafür, dass der bebusste Sachverhalt zu einer fehlerhaften Meldung an den Administrator des Referenzwertes geführt hat. Die Deutsche Bank hat erste Massnahmen zur Verbesserung ihrer Kontrollen mit der zuständigen Aufsichtsbehörde abgestimmt und bereits umgesetzt.»

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