Autor Clemens J. Setz erhält Grossen Österreichischen Staatspreis
Der in Wien lebende Schriftsteller Clemens J. Setz erhält den Grossen Österreichischen Staatspreis 2026 und damit die höchste künstlerische Auszeichnung des Nachbarlandes.

«Clemens J. Setz zählt zu den bedeutendsten Stimmen der österreichischen Gegenwartsliteratur», würdigte ihn Kulturminister Andreas Babler (SPÖ). Der auf Empfehlung des Österreichischen Kunstsenats vergebene, mit 30'000 Euro dotierte Preis wird am 21. Oktober in Wien verliehen.
Clemens J. Setz wurde am 15. November 1982 in Graz geboren. Sein erster Roman «Söhne und Planeten» erschien 2007, 2008 erhielt er im Rahmen des Bachmann-Preises für seinen Text «Die Waage» den Ernst-Willner-Preis. Für den 2009 erschienenen Roman «Die Frequenzen» bekam der damals noch nicht einmal Dreissigjährige im Jahr darauf den Bremer Literaturpreis.
Für den Roman «Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes» (2011) erhielt er den Hauptpreis der Leipziger Buchmesse, später den Kleist-Preis. Es folgten gefeierte Romane wie «Indigo» (2012), «Die Stunde zwischen Frau und Gitarre» (2015) oder «Bot: Gespräche ohne Autor» (2018). 2021 wurde ihm der Georg-Büchner-Preis zugesprochen, die höchste literarische Auszeichnung im deutschen Sprachraum.2021 wurde ihm der Georg-Büchner-Preis zugesprochen, die höchste literarische Auszeichnung im deutschen Sprachraum.
Zuletzt erschien im Herbst 2025 bei Jung und Jung mit «Das Buch zum Film» ein Band mit frühen Auszeichnungen, der es an die Spitze der ORF-Bestenliste schaffte.
Der Grosse Österreichische Staatspreis wird jährlich in einer nicht näher festgelegten Rotation auf den Gebieten Architektur, Musik, Bildende Kunst oder Literatur vergeben. Mit dem Preis wird entweder ein hervorragendes Lebenswerk gewürdigt oder es werden «jüngere Künstlerinnen und Künstler nominiert, deren bisheriges Werk aussergewöhnlich ist, durchgehend das Potenzial zu Spitzenleistungen erkennen lässt und internationale Beachtung erfährt».
Setz wird neben seiner Auszeichnung mit dem Grossen Österreichischen Staatspreis auch in den Kunstsenat aufgenommen. Das Gremium setzt sich aus bis zu 21 Trägerinnen und Trägern des Grossen Österreichischen Staatspreises zusammen, die diese Tätigkeit ehrenamtlich und auf Lebenszeit ausüben. 2025 ging die Auszeichnung posthum an den kurz vor der Bekanntgabe verstorbenen Maler Herbert Brandl.










