Auswärtiges Amt nimmt «nur die Allerbesten»

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    Deutschland,

    Wer sich für den diplomatischen Dienst bewirbt, muss höchste Anforderungen erfüllen. Zwar setzt das Auswärtige Amt einen psychologischen Test aus, einfacher wird das Auswahlverfahren dadurch aber nicht.

    Das Auswärtige Amt verzichtet bei der Aufnahmeprüfung in diesem Jahr auf einen psychologischen Test. Die Anforderungen an die Bewerber werden dadurch aber nicht einfacher.
    Das Auswärtige Amt verzichtet bei der Aufnahmeprüfung in diesem Jahr auf einen psychologischen Test. Die Anforderungen an die Bewerber werden dadurch aber nicht einfacher. - Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Auswärtige Amt ist Berichten über eine Vereinfachung des Aufnahmetests für den diplomatischen Dienst entgegengetreten.

    Zugleich bestätigte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin, dass in diesem Jahr auf einen psychologischen Test verzichtet werde.

    Das Ministerium sei mit der Aussagekraft dieses Prüfungselements nicht zufrieden. «Und wir versuchen dieses Jahr, was passiert, wenn wir diesen Test einfach weglassen», sagte der Sprecher. Und: «Es ist nicht einfacher geworden, wir nehmen nach wie vor nur die Allerbesten.»

    Nach seinen Worten wurden «die Kriterien auch noch mal nachgeschärft». «Was richtig ist: Wir haben einzelne Elemente aus diesem Test rausgenommen. Das hat den Hintergrund, dass bei diesen Tests sich gezeigt hat, dass die teilweise besser durch einfaches Raten zu bestehen waren als durch überlegtes Beantworten von Fragen.»

    Insgesamt sei die Analyse, dass das blosse Abfragen von Faktenwissen auch in der diplomatischen Praxis an Bedeutung verloren habe gegenüber Wissensmanagement und der Kenntnis, wie Faktenwissen schnell zu besorgen sei.

    Weiterhin gebe es ein mehrstufiges Verfahren. Fachwissen werde intensiv abgeprüft zu Themen wie Politik, Wirtschaft, sozialen und kulturellen Fragen der Gegenwart und Völkerrecht. Es werde überprüft, «dass die Bewerberinnen und Bewerber eine überdurchschnittliche intellektuelle Leistungsfähigkeit haben, ein ausgeprägtes politisches Verständnis und vor allem hervorragende Sprachkenntnisse in Englisch und mindestens einer weiteren Amtssprache der Vereinten Nationen.»

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