Aufnahme aus Pakistan - Afghanen fliegen nach Deutschland

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Deutschland,

Deutschland fliegt zum dritten Mal Afghaninnen und Afghanen mit einer Aufnahmezusage ein. Die Personen mussten zuvor ein Verfahren durchlaufen.

taliban
Deutschland fliegt durch die Taliban besonders gefährdete Afghanen aus Pakistan aus. - keystone

Zum dritten Mal seit dem Regierungswechsel haben sich Afghaninnen und Afghanen mit Aufnahmezusage per Flugzeug von Pakistan nach Deutschland aufgemacht. Wie ein Journalist der Deutschen Presse-Agentur am Flughafen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erfuhr, sollen sie per Linienflug mit Zwischenstopp in Istanbul nach Deutschland gebracht werden.

Auf diesem Weg waren bereits zweimal Menschen aus verschiedenen deutschen Aufnahmeprogrammen für besonders gefährdete Menschen aus Afghanistan nach Hannover gebracht und später auf die Bundesländer verteilt worden. Das Bundesinnenministerium betont stets, dass alle Afghanen mit Aufnahmezusage, die nach Deutschland einreisen, vorher ein Verfahren durchlaufen müssen, zu dem auch Sicherheitsüberprüfungen gehören.

Frühere Ortskräfte und besonders gefährdete Personen werden aufgenommen

Viele afghanische Familien harren seit Monaten oder Jahren in Islamabad aus. Die schwarz-rote Bundesregierung hatte das Aufnahmeprogramm für besonders gefährdete Afghaninnen und Afghanen im Mai gestoppt. Neben früheren Ortskräften deutscher Institutionen und ihren Angehörigen sollten über das Programm auch Afghanen aufgenommen werden, die Verfolgung durch die islamistischen Taliban fürchten müssen, etwa weil sie sich in der Vergangenheit als Anwälte oder Journalistinnen für Menschenrechte eingesetzt haben.

Dass trotz des Stopps einige der Betroffenen und ihre Angehörigen nun trotzdem Visa erhalten, liegt daran, dass in Deutschland Klagen angestrengt wurden, um ihre Einreise durchzusetzen. Unterstützt werden die Betroffenen dabei teils von der Organisation «Kabul Luftbrücke».

1910 Menschen harren in Pakistan aus

In Pakistan halten sich derzeit laut Bundesregierung rund 1910 Menschen mit einer Aufnahmezusage beziehungsweise Aufnahmeerklärung aus den Afghanistan-Aufnahmeverfahren auf. Darunter sind knapp 220 afghanische Staatsangehörige aus dem Verfahren für ehemalige Ortskräfte, etwa 60 afghanische Staatsangehörige, deren Namen auf einer «Menschenrechtsliste» stehen, knapp 600 Afghanen aus dem sogenannten Überbrückungsprogramm und etwa 1.030 afghanische Staatsangehörige aus dem Bundesaufnahmeprogramm für Afghanistan.

Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD heisst es: «Wir werden freiwillige Bundesaufnahmeprogramme soweit wie möglich beenden (zum Beispiel Afghanistan) und keine neuen Programme auflegen.»

Kommentare

User #1392 (nicht angemeldet)

Der Herr Merz und Berbock haben viel Platz zu Hause ,auch Frau Merkel .

007

Danke Merkel, wir schaffen und wollen das NICHT!

Weiterlesen

Kerzers FR Postauto
Bus-Tragödie
Sex-Shop Sex-Toys
6 Interaktionen
Kantone-Ranking

MEHR IN NEWS

Ölinsel Iran
Weitere Eskalation
ratte
4 Interaktionen
Aus dem Grossen Rat
david holenstein
«Tipps von Tanja»

MEHR AUS DEUTSCHLAND

Gladbach
1 Interaktionen
Bundesliga
einfach elli
1 Interaktionen
TV-Duell
börsen
9 Interaktionen
Schwankungen
pollen
4 Interaktionen
Zunehmendes Problem