Das von der SPD geforderte Aufholpaket für Kinder und Jugendliche in der Corona-Krise soll am Dienstag im Bundeskabinett beraten werden.
Klassenraum in einer Berliner Schule
Klassenraum in einer Berliner Schule - AFP

Kinder und Jugendliche seien besonders betroffen von Kontaktbeschränkungen sowie den Schliessungen von Kitas und Schulen, sagte Parteichefin Saskia Esken am Montag in Berlin. Das Programm hat ein Volumen von insgesamt zwei Milliarden Euro, mit denen auch ein Kinderbonus für sozial schwache Familien finanziert werden soll.

Besonders Kinder aus sozial benachteiligten Familien haben nach Eskens Worten einen grossen Nachholbedarf. Spätestens im Sommer und zu Beginn des neuen Schuljahres sei eine «gesamtgesellschaftlicher Herausforderung» erforderlich, um jungen Menschen gute Bildung, aber auch Zuversicht zu geben. Die Länder sollten eine Milliarde Euro bekommen, damit die Schüler ihre Lernrückstände aufarbeiten können.

Im gleichen Umfang sollen Entwicklungs- und Teilhabechancen gestärkt werden. Für Kinder, deren Eltern Grundsicherung oder andere Leistungen erhalten, und Anspruch auf das Bildungs- und Teilhabepaket haben, soll jeweils ein einmaliger Bonus in Höhe von 100 Euro gezahnt werden.

Zudem ist nach Eskens Worten eine «Aktion Zukunft» geplant, in deren Rahmen sich etwa Sozialarbeiter, aber auch Dienstleistende aus dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder dem freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) an Schulen und Freizeiteinrichtungen engagieren sollen. Es gehe um eine wesentliche Stärkung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen, sagte Esken. «Das sind wir ihnen nach 14 Monaten Pandemie auch schuldig».

Mehr zum Thema:

Coronavirus Euro SPD