Atombehörde prüft Angaben zu Drohnenbeschuss nahe AKW Saporischschja

    Keystone-SDA
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    Die Atombehörde IAEA will Berichte über einen Drohnenangriff beim AKW Saporischschja prüfen. Dabei sollen Fahrzeuge zerstört worden sein.

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    Beim AKW Saporischschja gibt es immer wieder Angriffe. (Archivbild) - keystone

    Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) geht Hinweisen zu einem mutmasslichen Drohnenangriff nahe dem russisch besetzten Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine nach. Fahrzeuge seien nach Angaben der Betreiber beschädigt worden, teilte die IAEA in Wien mit. Der Vorfall soll sich etwa 600 Meter entfernt von einem der sechs Reaktoren ereignet haben.

    Das AKW Saporischschja ist die grösste Atomanlage Europas. Die sechs Atomreaktoren sind seit längerem abgeschaltet.

    Dem IAEA-Team in Saporischschja sei ein Lastwagen gezeigt worden, der mutmasslich am Freitag von einer Drohne getroffen wurde. Das Team habe keine Schäden und auch keine Drohnenüberreste erkennen können – die Mitarbeiter seien zu weit von den Fahrzeugen entfernt gewesen, hiess es. Allerdings hätten sie verbranntes Gras und andere verkohlte Vegetation gesehen.

    «Spiel mit dem Feuer»

    IAEA-Chef Rafael Grossi sagte laut Mitteilung zu dem mutmasslichen Drohnenbeschuss: «Sollte sich dieser Bericht bestätigen, wäre dies ein völlig inakzeptabler Angriff in der Nähe eines grossen Atomkraftwerks. Wer auch immer hinter solchen Angriffen steckt, spielt mit dem Feuer. Das muss sofort aufhören.»

    Zu viele Drohnen flögen zu nahe an ukrainische Kernkraftwerke heran. Sie gefährdeten damit die atomare Sicherheit. Wie man im Februar gesehen habe, könnten sie die Anlagen schwer beschädigen.

    Zwischenfall am AKW Tschernobyl im Februar

    Im Februar hatte nach damaligen Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine russische Drohne die Schutzhülle des vor fast 40 Jahren havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl beschädigt. Erhöhte Strahlenwerte wurden danach nicht gemeldet. Der Kreml hatte einen russischen Angriff auf das AKW Tschernobyl dementiert.

    Die IAEA spielt seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine beim Schutz und der Überwachung des Zustands und der Sicherheit der ukrainischen Kernkraftwerke eine zentrale Rolle. Sie schickt regelmässig Experten-Teams zu den aktiven Reaktorstandorten in Riwne und Chmelnyzkyj und ist seit September 2022 dauerhaft im Atomkraftwerk Saporischschja, das seit März 2022 unter russischer Kontrolle steht.

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    Kommentare

    User #3637 (nicht angemeldet)

    Grossi's Truppe ist weiterhin am betrügen. Der Ballistiker weiss ganz genau wer schiesst.

    User #5442 (nicht angemeldet)

    Russland dementiert immer alles und trotzdem stellt es sich als wahr heraus.

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