Der britische Pharmakonzern AstraZeneca setzt in einem Millionendeal auf eine nächste Generation der RNA-Technologie. Eingesetzt wird sie nicht gegen Corona.
Der Pharmakonzerns Astrazeneca kann sich zum Jahresauftakt über steigende Umsätze freuen. Foto: Georg Wendt/dpa
Der Pharmakonzerns Astrazeneca kann sich zum Jahresauftakt über steigende Umsätze freuen. Foto: Georg Wendt/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • AstraZeneca will künftig auch einen mRNA-Impfstoff auf den Markt bringen.
  • Das Unternehmen hat die Technologie für mehrere Millionen eingekauft.
  • Das einverleibte Startup VaxEquity fokussiert sich auf Krebs und genetische Erkrankungen.

Mit dem Startup VaxEquity sei eine Partnerschaft zur Entwicklung neuer Medikamente auf Basis dieser Technologie vereinbart worden, teilte AstraZeneca am Donnerstag mit.

VaxEquity, das von dem Impfstoffexperten Robin Shattock vom Imperial College London gegründet wurde, erhalte dafür von AstraZeneca eine Zahlung von bis zu 195 Millionen Dollar, wenn bestimmte Meilensteine im Zuge der Kooperation erreicht werden.

Zudem winkten Lizenzgebühren an den Produkten. Vereinbart wurde den Angaben zufolge ferner eine Kapitalbeteiligungen von AstraZeneca und dem Life-Science-Investor Morningside Ventures.

Fokus auf Krebs

AstraZeneca hat im Rahmen der Vereinbarung die Möglichkeit, an 26 Wirkstoff-Zielstrukturen für den Einsatz in therapeutischen Gebieten wie Krebs und seltenen genetischen Erkrankungen zusammenzuarbeiten. Im Fokus der Partnerschaft steht die so genannte selbstverstärkende RNA-Technologie. Sie funktioniert ähnlich wie die der Boten-RNA (mRNA)-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna.

Ein selbstverstärkender RNA-Impfstoff enthält jedoch nicht nur den genetischen Code, der es Zellen erlaubt, zielgerichtet Proteine herzustellen. Er erstellt auch viele Kopien der RNA, die diese Anweisungen enthält, weshalb die Dosen kleiner und günstiger sein könnten.

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