Anschlag

    Anschlag auf Russisches Haus in Prag: Verdächtiger gesteht

    Nach einem Brandanschlag auf das russische Kultur- und Wissenschaftszentrum in Prag hat sich ein Verdächtiger selbst der Polizei gestellt. Der Mann habe ein Geständnis abgelegt und sei festgenommen worden, teilte die tschechische Polizei bei X mit.

    Russland
    Nach einem Angriff auf das russische Haus in Prag hat ein Verdächtiger gestanden. - keystone

    Der Ausländer habe eingeräumt, die Tat bereits seit vorigem Sommer geplant und vorbereitet zu haben. Die Nationalität des Verdächtigen wurde aus rechtlichen Gründen nicht genannt.

    Mehrere Molotow-Cocktails waren in der Nacht zu Freitag auf das sogenannte «Russische Haus» im Diplomatenviertel Prag-Dejvice geschleudert worden. Es entstand Sachschaden, Verletzte gab es keine. Wegen des Vorfalls wurde in Moskau der tschechische Botschafter einbestellt. Russland habe einen verstärkten Schutz seiner diplomatischen Vertretungen gefordert, hiess es anschliessend.

    Das russische Kulturzentrum wird von einer russischen Regierungsagentur betrieben, die wegen der Verbreitung von Kreml-Propaganda auf der EU-Sanktionsliste steht. Dennoch werden weiter Sprachkurse angeboten, Übersetzerpreise verliehen und russische Filme gezeigt. Seit Jahren gibt es Forderungen nach der Schliessung der Einrichtung, die seit 1971 in der tschechischen Hauptstadt besteht. Das tschechische Zentrum in Moskau ist wegen der russischen Invasion in die Ukraine seit März 2022 komplett geschlossen.

    Kommentare

    User #7347 (nicht angemeldet)

    So ein Theater. Ist ja nichts passiert. Hehehe. LOL.

    User #4062 (nicht angemeldet)

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