Nach dreimaliger Verschiebung ist in einem weiteren Prozess um die einst führende deutsche Drogenplattform «Chemical Revolution» vor dem Landgericht Giessen die Anklageschrift verlesen worden.
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Justitia - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Auftakt wurde immer wieder verschoben.

Zeugen waren für den Verhandlungstag nicht geladen, wie ein Sprecher sagte. Zuvor hatten etwa die Erkrankungen von Kammermitgliedern einen planmässigen Prozessauftakt verhindert.

In dem Prozess müssen sich fünf mutmassliche Betreiber des früheren Internetdrogenversandhandels verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main wirft ihnen vor, als organisierte Gruppe zwischen April 2018 und Februar 2019 zusammengearbeitet zu haben.

Demnach beschafften die Männer die Drogen in den Niederlanden und brachten sie nach Hamburg, wo die Ware gelagert, portioniert und in kleineren Mengen an die Kunden verschickt worden sein soll. Diese bezahlten die Drogen laut Anklage in der Digitalwährung Bitcoin.

Bei dem Verfahren handelt sich um den zweiten Prozess im Fall von «Chemical Revolution». Bereits im August vergangenen Jahres wurden sieben angeklagte Mitbetreiber zu Strafen zwischen zwei Jahren und acht Monaten sowie neun Jahren und zwei Monaten verurteilt.

«Chemical Revolution» war nach Angaben der Behörden zum Zeitpunkt seiner Abschaltung vor etwa zweieinhalb Jahren der grösste deutsche Internethandel für Drogen. Das Bundeskriminalamt und die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft gaben die Zerschlagung im Juni 2019 bekannt. Sie hatten zuvor seit Anfang 2018 ermittelt.

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