Angehörige gefangener und vermisster Soldaten demonstrierten in Kiew
In Kiew haben am Mittwoch Hunderte Menschen demonstriert. Ihre Forderung: Gefangene und vermisste Soldaten sollen zurückgeholt werden.

Das Wichtigste in Kürze
- «Holt die Helden nach Hause!», schallt es am Mittwoch durch Kiew.
- Zahlreiche Menschen fordern von der Regierung Rückholaktionen für Militärangehörige.
- Viele Soldaten sind mutmasslich in Gefangenschaft oder werden vermisst.
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben Hunderte Menschen die Rückholung von gefangenen und vermissten Soldaten gefordert.
«Holt die Helden nach Hause», skandierten am Mittwoch nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Fernsehens vor allem Frauen und Kinder auf dem zentralen Unabhängigkeitsplatz.
Sie zeigten dabei Bilder von mutmasslich in Gefangenschaft geratenen Soldaten und Transparente mit den Bezeichnungen von Einheiten.
«Herr Präsident! Wehrdienstleistende sind keine Sklaven!»
Adressiert an Präsident Wolodymyr Selenskyj hiess es auch: «Herr Präsident! Wehrdienstleistende sind keine Sklaven!» Gefordert wurde auch ein verstärkter Austausch von Leichen und die Gewährung von Fronturlaub.
Die Ukraine wehrt seit mehr als 18 Monaten eine russische Invasion ab. Opferzahlen unterliegen dabei der Geheimhaltung. Mehrere Tausend Soldaten gelten als vermisst. Von ihnen wird der Grossteil in russischer Gefangenschaft vermutet. Anfang August hatte zuletzt ein Gefangenenaustausch stattgefunden.












