Alpenvereinshütten in Österreich kämpfen mit Wasserknappheit
Die anhaltende Trockenheit hat Anfang August in Österreich zu Wasserknappheit bei Schutzhütten des Alpenvereins geführt. Besonders betroffen waren hoch gelegene Hütten sowie solche im Karst.

Der Alpenverein appellierte an alle Hüttengäste, bewusst und sparsam mit Wasser umzugehen. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, setzten betroffene Hütten auf verschiedene Einsparungsmassnahmen. Anhaltende Trockenheit könne vereinzelt zur Beendigung der Saison führen.
Betroffen waren unter anderem zwei Hütten in der Steiermark (Voisthaler- und Pühringer-Hütte) und jeweils eine in Oberösterreich (Priel-Schutzhaus), Tirol (Porze-Hütte) und Vorarlberg (Freschen-Haus), wie der Österreichische Alpenverein am Donnerstag mitteilte. Als Massnahmen wurden etwa die zeitweise oder vollständige Sperre von Duschen, die Ausgabe kostenpflichtiger Duschmarken und begrenzte Nutzungszeiten oder notfalls die Sperre von Waschräumen gesetzt.
Darüber hinaus kamen vermehrt Trockentoiletten und wassersparende Armaturen zum Einsatz. Zusätzlich wurde die Nutzung vorhandener Quellen optimiert, Wasserspeicher ausgebaut und weitere Möglichkeiten zur Nutzung von Regenwasser geprüft.
«Seit weit über zehn Jahren zeigt sich immer deutlicher, dass viele Hütten, die früher ausreichend Wasser zur Verfügung hatten, heute mit sinkenden Wassermengen konfrontiert sind», erklärte Georg Unterberger, Leiter der Abteilung Hütten und Wege im Österreichischen Alpenverein: «Das sind unmittelbare Auswirkungen des Klimawandels.»
Die Situation könnte sich nach Einschätzung von Unterberger in den kommenden Jahrzehnten weiter zuspitzen: Der überwiegende Teil der hoch gelegenen Alpenvereinshütten dürfte dann verstärkt von Wasserknappheit betroffen sein.










