Aktivistin Nakate auf Klimagipfel: «Wir ertrinken in Versprechen»

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Die prominente ugandische Klimaaktivistin Vanessa Nakate hat in Glasgow sofortige drastische Massnahmen gegen die Erderhitzung gefordert.

    Greta Thunberg
    Thunberg (M.) bei der Pressekonferenz mit Nakate (r.). - TT News Agency/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Weltklimakonferenz neigt sich dem Ende zu.
    • Umweltaktivistin Vanessa Nakate will, dass Schluss ist mit leeren Versprechen.
    • Es sei an der Zeit für sofortige und drastische Massnahmen.

    Die prominente ugandische Klimaaktivistin Vanessa Nakate hat im Endspurt der Weltklimakonferenz in Glasgow sofortige drastische Massnahmen gegen die Erderhitzung gefordert. «Wir ertrinken in Versprechen. Aber Versprechen werden das Leiden der Menschen nicht stoppen. Nur sofortige und drastische Massnahmen werden uns aus dem Abgrund ziehen», sagte Nakate am Donnerstag zu Delegierten in Glasgow.

    «Während die Klimakonferenzen kommen und gehen, steigen die Emissionen weiter an.» Im Jahr 2021 werde der zweitgrösste Anstieg der Emissionen in der Geschichte erwartet. Das sei der Grund, warum Millionen von Aktivistinnen und Aktivisten nicht «den Erfolg sehen, denen in diesen Hallen hier applaudiert wird».

    Extremer Hitzestress in der Zukunft

    In der Endphase der Weltklimakonferenz in Glasgow ringen die Delegierten insbesondere um strittige Fragen der Klimafinanzierung - also im Kern der Frage, wie reiche Industriestaaten den globalen Süden im Kampf gegen die Klimakrise unterstützen.

    Die afrikanische Aktivistin wies darauf hin, was eine stärkere Erderwärmung als das angestrebte Maximum von 1,5 Grad für ihren Kontinent bedeuten würde. «Wo ich lebe, bedeutet eine 2-Grad-Welt eine Milliarde Menschen, die von extremem Hitzestress betroffen sein werden», sagte die 24-Jährige.

    Vanessa Nakate
    Die Aktivistin aus Uganda, Vanessa Nakate, spricht an einem globalen Klimastreik. - keystone

    In einer Zwei-Grad-Welt würden viele Regionen im globalen Süden regelmässig Temperaturen von 35 Grad erreichen. Solche Temperaturen seien selbst für gesunde Menschen eine ernsthafte gesundheitliche Gefahr.

    Vanessa Nakate ist eine führende Aktivistin von Fridays for Future aus dem globalen Süden. Kürzlich zierte sie das Cover des einflussreichen, US-amerikanischen «Time»-Magazins.

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