Aktivisten verkleben Airbnb-Schlösser auf Lanzarote
Auf Lanzarote wächst der Widerstand gegen den Massentourismus. Aktivisten sabotieren nun gezielt Ferienwohnungen, um Gäste zu vertreiben.

Das Wichtigste in Kürze
- Aktivisten verkleben Schlüsselkästen von Airbnb-Unterkünften auf Lanzarote.
- Einheimische leiden unter steigenden Mieten und knappem Wohnraum.
- 2025 besuchten über 3,1 Millionen Touristen die Kanareninsel.
Überfüllte Strände, steigende Mieten und immer weniger Wohnraum für Einheimische: Auf Lanzarote brodelt es.
Aktivisten haben nun begonnen, Schlüsselkästen von Ferienwohnungen mit Kleber zu sabotieren, damit anreisende Gäste nicht mehr an ihre Unterkunftsschlüssel gelangen. Das berichtet die «Daily Mail».

Die Aktionen stammen laut dem Bericht von Gruppen wie «Islas de Resistencia» und «Colectivo Tabaiba».
Auf deren Instagram-Seiten sind Videos der Sabotageakte zu sehen. Dazu gehören Graffitis mit Botschaften wie «Tourists go home» und provisorische Absperrungen an beliebten Ausflugszielen.
Wohnungsnot treibt Einheimische an den Rand
Hinter den Protesten steckt vor allem die angespannte Wohnsituation. Viele Einheimische werfen der Politik vor, immer mehr Wohnungen in Ferienunterkünfte umzuwandeln.

Der 27-jährige Guillermo Lopez sagt der «Daily Mail», es sei für Locals inzwischen «fast unmöglich», eine bezahlbare Wohnung zu finden.
Dazu kommt ein weiteres Problem: Manche Wohngebiete sollen laut Bewohnern zeitweise tagelang ohne Wasser auskommen, während Hotels und Ferienanlagen weiter versorgt werden.
Nicht alle Einwohner unterstützen die Aktionen. Viele Geschäftsleute warnen davor, Touristen pauschal zum Problem zu erklären.
Die Wirtschaft der Insel hängt direkt vom Tourismus ab. 2025 kamen über 3,1 Millionen Besucher nach Lanzarote..















