Japan sagt Kirschblütenfest am Fuji ab

Sandra Neumann
Sandra Neumann

Japan,

Das bekannte Kirschblütenfest am Mount Fuji findet im Jahr 2026 nicht statt. Behörden reagieren damit auf zunehmende Belastungen durch Massentourismus.

kirschblütenfest japan
Der Mount Fuji als ikonisches Wahrzeichen Japans steht zunehmend im Fokus von Debatten über Besucherströme und nachhaltigen Tourismus. (Archivbild) - keystone

Die Stadt Fujiyoshida hat beschlossen, das Kirschblütenfest am Fuji abzusagen. Auslöser waren wiederholte Beschwerden der lokalen Bevölkerung, berichtet «Vietnam.vn».

Anwohner schilderten massive Verkehrsprobleme, Lärm und eingeschränkte Bewegungsfreiheit während der Hauptsaison. Besonders zur Blütezeit sei der Alltag kaum noch planbar gewesen.

Zudem spielten ökologische Belastungen eine wachsende Rolle bei der Entscheidung. Die Stadt sah keine realistische Möglichkeit mehr, die Besucherströme wirksam zu steuern.

Überforderung vor Ort

Reise- und Genussmedien weisen darauf hin, dass das Festival zuletzt extreme Besucherzahlen verzeichnete. Laut «Falstaff» entwickelte sich der Park zu einem internationalen Magneten für Fototouristen.

Hast du schonmal ein Kirschblütenfest besucht?

Die Behörden betonten, dass Infrastruktur, Sicherheit und Verkehrsführung dem Ansturm nicht mehr gewachsen waren. Temporäre Massnahmen hätten langfristig keine ausreichende Entlastung gebracht.

Mit der Absage sollen zukünftige Eskalationen verhindert werden. Der Schutz der Lebensqualität der Einwohner erhielt ausdrücklich Vorrang.

Signal an den Tourismus

Internationale Medien werten die Entscheidung als klares Warnsignal. Wie «Euronews» analysiert, reagiert Japan damit auf die Schattenseiten seines touristischen Erfolgs.

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Der Mount Fuji kann weiterhin besucht werden, ein offizielles Festival findet jedoch nicht mehr statt. (Archivbild) - pixabay

Der Mount Fuji bleibt weiterhin frei zugänglich, allerdings ohne offizielles Veranstaltungsprogramm. Besucher sollen sich künftig stärker eigenverantwortlich und rücksichtsvoll verhalten.

Experten erwarten ähnliche Debatten an weiteren überlaufenen Reisezielen. Nachhaltiger Tourismus rückt dadurch stärker in den politischen Fokus.

Kommentare

User #4872 (nicht angemeldet)

Da haben die schon richtig entschieden.

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