Klimawandel

    Afrikanischer Wildhund: Weniger Nachkommen durch Klimawandel

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    Deutschland,

    Auch der Afrikanische Wildhund leidet unter dem Klimawandel: Wegen höherer Temperaturen pflanzen sich die Tiere später fort und es überleben weniger Nachkommen.

    Afrikanischer Wildhund
    Afrikanische Wildhunde im Moremi Game Reserve in Botswana. - sda - Keystone/Arpat Ozgul

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Klimawandel führt dazu, dass sich der Afrikanische Wildhund später fortpflanzt.
    • So überleben weniger Nachkommen der gefährdeten Spezies.

    Der Klimawandel setzt Tiere und Pflanzen unter Druck: Um zu überleben, müssen sie sich anpassen. Doch ihre Strategien gehen nicht immer auf, wie ein Beispiel aus Afrika zeigt.

    Wegen der steigenden Temperaturen pflanzen sich Afrikanische Wildhunde deutlich später im Jahr fort als noch vor 30 Jahren. Jedoch verfehlt die Anpassung ihre Wirkung, und es überleben trotzdem weniger Welpen als früher.

    Das schreiben Forscher der Universitäten Washington und New South Wales in den «Proceedings» der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften («PNAS»). Sie haben dafür mit Umweltschützern im südlichen Afrika das Verhalten von Wildhunden (Lycaon pictus) in Botsuana ausgewertet.

    afrikanischer wildhund
    Afrikanische Wildhunde liegen auf dem Boden. Der Klimawandel setzt Tiere und Pflanzen unter Druck: Um zu überleben, müssen sie sich anpassen. - Bobby-Jo Vial/University of Washington/dpa

    Laut den Forschern bekommen die Wildhunde ihren Nachwuchs im Schnitt drei Wochen später als noch zu Beginn des Untersuchungszeitraums 1989. Der Klimawandel schreite im Lebensraum der afrikanischen Wildhunde rasch voran, die ohnehin als bedroht gelten: Von ihnen sind laut Weltnaturschutzunion nur noch 1400 Tiere in freier Wildbahn zu finden.

    Afrikanischer Wildhund vom Regen in die Traufe

    «Das ist eine unglückliche Situation: Sozusagen vom Regen in die Traufe. Die afrikanischen Wildhunde haben ihre Geburtenphase nach hinten verlegt, um weiterhin die optimalen, kühleren Temperaturen dafür zu haben.

    In der Folge fällt aber die Nestphase, in der die Jungen sich im Bau aufhalten, mit wärmeren Temperaturen zusammen. Das hat dazu geführt, dass weniger Nachkommen überleben», so Biologin Briana Abrahms von der Universität Washington, Hauptautorin der Studie.

    Die Forscher haben nach eigenen Angaben keine eindeutige Erklärung, warum bei wärmeren Temperaturen in der frühen Entwicklungsphase weniger Welpen überleben. Sie vermuten, dass die erwachsenen Tiere bei Hitze weniger jagen und deshalb die Jungen und nicht ausreichend mit Nahrung versorgen.

    Afrikanischer Wildhund
    Ein junger afrikanischer Wildhund im Zoo Basel. (Archivbild) - Keystone

    Für die Studie wurden Daten aus drei Jahrzehnten ausgewertet, die über 60 Rudel afrikanischer Wildhunde gesammelt wurden. Sie leben auf einem über 2600 Quadratkilometer grossen Gebiet in Botsuana. Die beobachtete Wildhundart hat einmal pro Jahr im Winter Nachwuchs. Danach bleiben die Jungtiere drei Monate lang mit der Mutter in einer Höhle, bevor sie sich dem Rudel anschliessen.

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