Abtreibungsverbot Irland: Dublin will rasch Regelung schaffen

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    Irland,

    Am Wochenende habe die Iren für die legale Abtreibung gestimmt. Die Regierung will sich so rasch wie möglich um ein entsprechendes Gesetz bemühen.

    Am Wochenende haben sich die Iren für die legale Abtreibung entschieden.
    Am Wochenende haben sich die Iren für die legale Abtreibung entschieden. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Über zwei Drittel hatten am Wochenende für eine Lockerung des Abtreibungsverbots in Irland gestimmt.
    • Die Regierung will nun so rasch wie möglich ein entsprechendes Gesetz erlassen.

    Die Regierung in Dublin will nach dem klaren Votum der Iren für eine Legalisierung von Abtreibungen rasch ein entsprechendes Gesetz auf den Weg bringen. Das sagte der irische Gesundheitsminister Simon Harris am Montag der «Irish Times» zufolge. Bereits an diesem Dienstag wolle er Zustimmung des Kabinetts für die Erarbeitung eines Gesetzentwurfs einholen. Im Herbst könnte das Gesetz dann im Parlament verabschiedet werden.

    Mit der Änderung will die Regierung dem Abtreibungstourismus an den Kragen gehen.
    Mit der Änderung will die Regierung dem Abtreibungstourismus an den Kragen gehen. - dpa

    Die Iren hatten am Freitag mit Zwei-Drittel-Mehrheit für eine Verfassungsänderung gestimmt, die es dem Parlament erlaubt, Regelungen für eine legale Abtreibung zu schaffen. Geplant ist, dass Schwangerschaftsabbrüche bis zur zwölften Woche legalisiert werden sollen, bei Gefahr für das Leben oder die Gesundheit der Mutter sogar darüber hinaus. Bislang gilt in Irland ein äusserst striktes Verbot, das Abtreibungen so gut wie unmöglich macht.

    Nun will die Regierung möglichst schnell ein entsprechendes Gesetz verabschieden.
    Nun will die Regierung möglichst schnell ein entsprechendes Gesetz verabschieden. - dpa

    Das Votum in Irland hat liess auch im angrenzenden britischen Landesteil Nordirland Forderungen nach einer Lockerung des Abtreibungsverbots laut werden. Auch dort sind Abtreibungen durch die strengen Bedingungen kaum möglich. Da das Regionalparlament in Belfast wegen einer andauernden Regierungskrise nicht zusammentreten kann, fordern britische Abgeordnete eine Lockerung des Verbots von London aus oder ein Abtreibungsreferendum in Nordirland. Die britische Premierministerin Theresa May lehne das aber ab, berichtete der «Guardian» unter Berufung auf Regierungsquellen. May ist mit ihrer Minderheitsregierung auf die Stimmen der Abtreibungsgegner aus der protestantisch-nordirischen DUP (Democratic Unionist Party) angewiesen.

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